Lecker Jianbing zum Frühstück

Jianbing ist ein sehr leckerer Frühstückssnack, der früher in Peking an jeder Ecke angeboten wurde. Es hat Zeiten gegeben, wo ich diese herzhaften Crepesrollen fast täglich gegessen habe. Denn auch wenn ich kein großer Fan des chinesischen Frühstücks bin, so sind die Jianbing doch ein appetitlicher Ersatz für ein westliches Frühstück, denn sie bestehen hauptsächlich aus einem dünnen Fladen und einem darauf verstrichenen Ei.

Jianbing 1988

Jianbin Wägelchen 1988

Jianbing Schriftzeichen

Jianbing Schriftzeichen

 

jiānbǐng  = Pfannkuchen

 

jian = braten

bing = Kuchen

Übrigens wird “jian” bei vielen gebratenen Gerichten benutzt: Beispiel:
煎土豆  jiān tǔdòu Bratkartoffeln

Jianbing, die Legende

Die dünnen Eierkuchen sollen bereits im 3. Jahrhundert bei einem Krieg in der Provinz Shandong erfunden worden sein. Nachdem die Feldköche bei einem Angriff ihre Töpfe verloren hatten, befahl ihr General, die Schilder über Feuer heiß zu machen und darauf Fladen zu backen.

Jianbing, das Rezept

Zutaten

Teig

100 g Weizenmehl
50 g Sojamehl
25 g Maismehl
100 ml Wasser
1 Ei
3 EL Sojaöl (oder Erdnussöl)
1 Prise Salz und Zucker

Füllung

Sojasauce
Erdnussöl
Frühlingszwiebeln, klein gehackt
Eier
EL Hoisinsauce
frischer Koriander (oder Salatblätter), klein gehackt
Youtiao

Youtiao
Youtiao sind frittierte Teigstreifen, die ein wenig wie spanische Churros aussehen. Sie werden in Nordchina gerne zum Frühstück in heiße Sojamilch getunkt.

Zubereitung

Alle Zutaten kräftig zusammenrühren und quirlen. Dann ca. eine Stunde ruhen lassen. Vor der Zubereitung nochmal rühren, sodass eine dünne zähfließende Masse entsteht. Den Teig dünn auf einem Crepeeisen ausstreichen.

Sobald der Teig Blasen wirft, umdrehen und mit einem verquirlten Ei einpinseln. Dann schnell die Zutaten für die Füllung nach und nach einzeln darauf verteilen. Zum Schluss, wenn das Ei schon stockt, ein oder zwei Youtiao nehmen und das Ganze zusammenrollen.

Man kann auch alle möglichen anderen Zutaten als Füllung nehmen, ganz nach Geschmack. Ganz ähnlich wie bei den mexikanischen Tacos.

Meine Erfahrungen mit Jianbing

Ich muss gestehen, dass ich die Jianbing niemals selbst hergestellt habe. Die Zutaten kann man alle im Asia-Laden bekommen. Nur mit den Youtiao wird es schwierig.

Wie gesagt, habe ich mir in Peking die Pfannkuchen häufig am nächsten Imbiss geholt. Ich war ziemlich traurig, als ich vor einigen Jahren erfuhr, dass die kleinen Jianbing-Wagen von den Straßen Pekings verbannt wurden.

Jianbing - lecker Crepe mit Ei

Hier wird gerade Jianbing hergestellt.

Ich war so glücklich, als ich dann 2017 in der Nähe vom Lama-Tempel einen kleinen Imbiss fand, der Jianbing anbot! Obwohl ich mich gerade am Frühstücksbuffet im Hotel satt gegessen hatte, musste ich so einen Pfannkuchen haben. Köstlich! Ein Snack voller Erinnerungen!

Im Trend?

Beim Recherchieren für diesen Artikel bin ich darauf gestoßen, dass Jianbing einen neuen Trend bei Snäcks sein soll, vor allem in New York. Hier in Hamburg ist er leider noch nicht angekommen.

Was der Chinese noch so zum Frühstück isst, könnt Ihr hier nachlesen: Das Chinesische Frühstück

Roundup

Dieser Artikel ist mein Beitrag zu dem Roundup “Streetfood in Asien” auf dem Blog yummytravel. Dafür werden noch weitere Beiträge bis zum 15.08. gesammelt. Dann werde ich noch dorthin verlinken, damit Ihr die große Auswahl an leckerem Streetfood habt.

Ulrike

Jahrgang 1955. Mehr als 30 Jahre Reise-Erfahrung in China und Asien. China-Expertin bei feel China. Lasst Euch von meinen Erfahrungen inspirieren! Nicht nur über China! Weitere Themen: Museen, Hamburg, Hannover, Rom, Paris, London u.v.m.
Ich freue mich über Eure Kommentare!
Ulrike

Letzte Artikel von Ulrike (Alle anzeigen)

2 Kommentare

  • Schon oft gesehen, schon oft gegessen aber nicht gewusst, wie sich es nennt 🙂

    Danke für diesen Bericht Ulrike.

    Noch eine Frage: Weißt du was das für beige, knusprige Teile sind, die auf deinem letzten Bild hinter den Eimern mit dem Teig und den Eiern zu sehen sind?

    Liebe Grüße aus Suzhou

Deine Meinung? Schreib einen Kommentar!