„New Silk Road Rallye“ 2026 von Hamburg nach Shanghai

Die New Silk Road Rallye von Hamburg nach Shanghai ist weit mehr als nur ein motorsportliches Abenteuer – sie ist eine moderne Hommage an die historische Seidenstraße und verbindet auf eindrucksvolle Weise Kulturen, Landschaften und Menschen über tausende Kilometer hinweg.

Die Teilnehmer starten in der Hansestadt Hamburg und begeben sich auf eine mehrere Wochen dauernde Reise quer durch Europa und Asien, bis sie schließlich die pulsierende Metropole Shanghai erreichen.

New Silk Road Ralley 2010
2010: Start auf dem Bremer Marktplatz

Die Stationen sind u.a. Prag – Budapest – Istanbul – die Schwarzmeerküste – Tiflis – Baku – Buchara – Samarkand – Kashgar – Tibet – Xi’an – Nanjing – Shanghai

Dabei erleben die Fahrer nicht nur spektakuläre Landschaften wie endlose Steppen, Gebirgszüge und Wüsten, sondern auch die kulturelle Vielfalt entlang der Strecke. Jede Etappe stellt neue Herausforderungen dar – von schwierigen Straßenverhältnissen bis hin zu klimatischen Extremen.

Meine Erfahrungen mit der „New Silk Road Rallye“

Persönlich habe ich die Anfänge 2006 miterlebt und die New Silk Road Ralley 2010 in wesentlichen Teilen in Hamburg vorbereitet. Besonders letztere war für mich sehr anstrengend. Ich hatte die Gruppe von einem ausscheidenden Kollegen übernommen und musste mich in die Besonderheiten einer solchen Reise einarbeiten.

In 14 Old- und Youngtimern sollten die Fahrer vom Bremer Rathausmarkt ihre lange Reise unter dem Motto ‚Der Weg ist das Ziel’ beginnen. Die Route sollte durch Polen, die Ukraine, Russland, Kasachstan, Usbekistan und China führen. Am 10.10.2010 sollten se in Shanghai auf der EXPO ankommen. Das waren ca, 15.000 km in 53 Tagen.

Doch bis dahin gab es noch viel zu tun!

2010 brauchten die Teilnehmer eine Unmenge an Visa, Versicherungen und Fahrzeugpapiere. Das musste alles koordiniert werden, damit nichts vergessen wurde oder zu spät eingereicht wurde. Dazwischen gab es natürlich immer wieder neue Herausforderungen.

Welche Versicherungen brauchten die Teilnehmer in welchem Land? Visum? Führerschein? China war besonders kompliziert, weil die Fahrer nicht nur Visa und Versicherung für das Auto brauchten, sondern auch einen chinesischen Führerschein, der erst bei der Einreise an der Grenze ausgestellt wurde. Das war eigentlich kein Problem, aber die Leute waren verunsichert.

New Silk Road Ralley
2010

Und ich? Ich hatte selbst keinen Führerschein, fuhr nicht mit. Ich hatte bis dahin keine Ahnung, was z.B. eine „Vollkaskoversicherung“ war. Oder dass es in den Ländern unterschiedliche Qualitäten an Treibstoffen gibt. Es schien mir, dass ich jeden Tag vor neuen Fragen stand.

Dann waren da noch die Leute, die eine individuelle Anreise wollten, zwischendurch zu der Gruppe stiessen oder eine besondere Unterkunft in Shanghai bevorzugten. Ich war wochenlang nur am telefonieren und Listen bearbeiten. Ich wachte mitten in der Nacht auf, weil mir nicht mehr einfiel, ob Herr S. seinen pass für das Visum für China schon eingereicht hatte.

New Silk Road Ralley
2010

Es war ein Alptraum. Aber als wir in Bremen standen und den Fahrern und Oldtimern zum Abschied winkten, war das ein tolles Gefühl. Die Autos waren auf dem Weg!

Die „New Silk Road Rallye „2026

Im Mittelpunkt der Rallye steht nicht allein der Wettbewerb. Vielmehr geht es um Teamgeist, Durchhaltevermögen und interkulturellen Austausch. Viele Teams nutzen die Reise auch, um soziale Projekte zu unterstützen oder auf globale Themen aufmerksam zu machen. So wird die Rallye zu einer Plattform, die Menschen aus verschiedenen Ländern miteinander verbindet.

Sandtorkai
Strahlendes Wetter am 12.04.2026

Technisch gesehen sind die Fahrzeuge oft ebenso vielfältig wie die Teilnehmer selbst – von robusten Geländewagen bis hin zu umgebauten Serienfahrzeugen. Entscheidend ist weniger die Geschwindigkeit als vielmehr die Zuverlässigkeit und die Fähigkeit, mit unvorhersehbaren Situationen umzugehen.

Die voraussichtliche Route:
In 66 Tagen durchqueren die Teilnehmer folgende Länder: Von Deutschland über Tschechien, Österreich, Ungarn, Serbien, Bulgarien, die Türkei, Afghanistan, Usbekistan und Kirgistan bis nach China. In China ist vor allem Tibet hervorzuheben. Es ist eine neue Route, die noch nicht viele Europäer erlebt haben.

Dabei gibt es noch viele Unwägbarkeiten. Die Durchfahrtgenehmigung für Afghanistan wurde erst kurz vor der Reise erteilt. Und wer weiß, welche Herausforderungen noch auf die Teilnehmer zukommen!?

New Silk Road
Warten auf den Start 2026

Die Ankunft in Shanghai markiert schließlich den emotionalen Höhepunkt der Rallye. Nach tausenden gefahrenen Kilometern, zahlreichen Begegnungen und unvergesslichen Erlebnissen endet die Reise in einer der dynamischsten Städte der Welt. Für viele Teilnehmer bleibt die „New Silk Road Rallye“ nicht nur ein einmaliges Abenteuer, sondern eine prägende Erfahrung, die noch lange nachwirkt.

LIU Guosheng

Liu Guosheng ist Gründer und langjähriger Geschäftsführer des Reiseveranstalters China Tours und zählt zu den wichtigen Vermittlern zwischen der deutschen und der chinesischen Reisekultur. Geboren in China und später viele Jahre in Deutschland tätig, verbindet er in seiner Person zwei Perspektiven, die seine Arbeit entscheidend prägen: ein tiefes Verständnis für die kulturellen Feinheiten seiner Heimat sowie ein klares Gespür für die Erwartungen und Bedürfnisse europäischer Reisender.

Liu Guosheng in Bremen 2010

Mit der Gründung von China Tours verfolgte Liu Guosheng das Ziel, China jenseits stereotyper Bilder erlebbar zu machen. Statt rein standardisierter Programme setzt er auf durchdachte Reiserouten, die bekannte Höhepunkte wie Peking oder Shanghai mit weniger erschlossenen Regionen und authentischen Begegnungen verbinden. Dabei legt er besonderen Wert auf persönliche Kontakte, kulturellen Austausch und eine Reisegestaltung, die Einblicke in den Alltag der Menschen vor Ort ermöglicht.

Sein unternehmerisches Handeln ist stark von der Idee geprägt, Brücken zu bauen – nicht nur geografisch, sondern vor allem kulturell. Durch seine Arbeit hat er zahlreichen deutschsprachigen Reisenden einen differenzierten Zugang zu China eröffnet und gleichzeitig dazu beigetragen, gegenseitiges Verständnis zu fördern. Er steht damit exemplarisch für eine Form des Tourismus, die über reine Besichtigung hinausgeht und als Plattform für interkulturellen Dialog dient.

Liu und die „New Silk Road Rallye“

Liu Guosheng engagiert sich mit seinem Unternehmen China Tours auch in außergewöhnlichen Reiseformaten wie der New Silk Road Rallye. Dieses Event verbindet Abenteuer, interkulturelle Begegnung und die historische Idee der Seidenstraße zu einer modernen Expedition quer durch mehrere Länder Eurasiens.

Start 2026

Für Liu Guosheng ist die Rallye mehr als nur ein spektakuläres Reiseformat: Sie verkörpert seine zentrale Vision, Menschen unterschiedlicher Kulturen aktiv miteinander in Kontakt zu bringen. Als Initiator und Organisator auf chinesischer Seite bringt er seine umfassende Landeskenntnis und sein Netzwerk ein, um den Teil der Strecke in China authentisch und reibungslos zu gestalten. Dabei geht es nicht nur um Logistik, sondern vor allem um inhaltliche Tiefe – etwa durch Begegnungen mit lokalen Gemeinschaften, Einblicke in wirtschaftliche Entwicklungen entlang der neuen Seidenstraße und das Erleben kultureller Vielfalt abseits klassischer Touristenrouten.

Die New Silk Road Rallye steht somit exemplarisch für Liu Guoshengs Ansatz eines erfahrungsorientierten Tourismus: Reisen als Herausforderung, als Lernprozess und als Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Durch sein Engagement trägt er dazu bei, die historische Bedeutung der Seidenstraße in einen zeitgemäßen Kontext zu stellen und für internationale Teilnehmer unmittelbar erfahrbar zu machen.

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Zuletzt aktualisiert vor 3 Stunden ago

Ulrike

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