Kürzlich war ich im Serengeti-Park Hodenhagen. Leider regnete es, nicht viel, aber genug, um sich als Nebel auf den Fenster des Sightseeing-Busses niederzusenken. Das war schlecht für die Sicht. Und auch die Tiere schienen nicht begeistert. Sie hielten sich lieber in den geschützten Gebieten an den von Bäumen verdecken Zäunen und im Gebüsch auf.
Aber es hatte auch seine Vorteile: Es waren nicht viele Leute da. Wenig anstehen, genügend Zeit, um die Tiere (sofern sie zu sehen waren) zu beobachten. Ich war hauptsächlich da, weil ich den Tierpark sehen wollte, und da vor allem den Takin und den Tiger. Die waren auch da, aber wegen des Regens kaum zu sehen oder zu fotografieren. Schade! Aber es gab auch sonst genug zu sehen.

Da war das Zwergflusspferd, das direkt vor dem Bus auftauchte und uns den dicken Po zuwendend davonrannte. Die hellen Löwen, die gelassen dalagen und uns nicht beachteten. Das Nashorn, das unseren Bus kurz begleitete. Und mehr.
Ich habe nur den Safari-Park und einige von den Übernachtungsmöglichkeiten. Neben Lodges unterschiedlichen Komfort, für jede Preiskasse. Manche direkt bei den Tieren, manche mehr separat aber idyllisch. Mich haben die Strandkorbliegen begeistert. In einem großen Strandkorb kann man halb im Freien liegen und den Ausblick auf die Landschaft genießen. Etwas einfach vielleicht, aber sehr gemütlich und spannend.
Von dem Serengeti-Park und seiner Entwicklung
Der Serengeti-Park Hodenhagen in Niedersachsen wurde 1974 eröffnet und entwickelte sich seitdem zu einem der bekanntesten Safari- und Freizeitparks Deutschlands. Die Idee für einen großen Safaripark entstand Anfang der 1970er-Jahre. Die Familie Sepe war maßgeblich an der Umsetzung beteiligt, wobei der bekannte Zoologe und Tierfilmer Prof. Dr. Bernhard Grzimek bei der Planung der Tieranlagen beratend zur Seite stand. Ziel war es, Menschen die afrikanische Tierwelt näherzubringen und Tiere in großen, möglichst naturnahen Landschaftsanlagen zu halten. Im Jahr 1974 kamen die ersten Wildtiere aus Afrika nach Hodenhagen, und der Park wurde eröffnet.
In den ersten Jahren konzentrierte sich der Park vor allem auf die Haltung und Präsentation von Wildtieren. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten des ursprünglichen Betreibers übernahm Paolo Sepe den Park schließlich als Eigentümer. Ab 1983 wurde die Anlage umfassend modernisiert und schrittweise erweitert. Neben der ursprünglichen Tier-Safari entstanden weitere Bereiche, darunter die Dschungel-Safari und verschiedene Freizeitangebote. Dadurch entwickelte sich der Serengeti-Park von einem reinen Tierpark zu einer Kombination aus Zoo, Safari- und Freizeitpark. (Wikipedia)

Ein besonderer Meilenstein in der Geschichte des Parks war das Jahr 1996. Damals gelang die weltweit erste Auswilderung eines in Europa gezüchteten Breitmaulnashorns. Das Nashorn Kai wurde erfolgreich in den Etosha-Nationalpark in Namibia gebracht. Dieses Ereignis verdeutlichte die zunehmende Bedeutung des Parks für den Artenschutz. Seit seiner Gründung wurden im Serengeti-Park zahlreiche bedrohte Tierarten gezüchtet, darunter auch mehr als 40 Breitmaulnashörner. (Serengeti Park)
1997 übernahmen Veronica und Fabrizio Sepe gemeinsam mit ihrem Cousin Giovanni die Geschäftsführung in zweiter Generation. Fabrizio Sepe wurde 2017 alleiniger Inhaber und ist seit 2020 auch alleiniger Geschäftsführer des Parks. Unter seiner Leitung wurde der Serengeti-Park weiter ausgebaut und modernisiert. Zu den Entwicklungen der folgenden Jahre gehörten unter anderem die 2010 eröffnete Aqua-Safari, neue Tieranlagen und weitere Fahrgeschäfte. Auch Übernachtungsmöglichkeiten wurden geschaffen, sodass Besucher ihren Aufenthalt im afrikanischen Stil verlängern können.
Der Serengeti-Park heute
Heute erstreckt sich der Serengeti-Park über rund 220 Hektar und verbindet Tierhaltung, Naturerlebnis und Freizeitangebote miteinander. Die Besucher können unter anderem auf einer Safari zahlreiche Wildtiere in weitläufigen Anlagen beobachten. Neben der Unterhaltung spielen auch Natur- und Artenschutz sowie Bildung eine wichtige Rolle. Der Park ist als zoologischer Garten anerkannt und engagiert sich unter anderem für die Zucht bedrohter Tierarten und für Bildungsangebote zur nachhaltigen Entwicklung. Damit hat sich der Serengeti-Park seit seiner Eröffnung im Jahr 1974 von einem einfachen Tierpark zu einem großen Safari-, Tier- und Freizeitpark entwickelt, der das Ziel verfolgt, den Besuchern die Tierwelt und den Schutz der Natur näherzubringen. (Serengeti Park)

Der Serengeti-Park Hodenhagen verbindet Tierhaltung, Bildung, Forschung und Artenschutz.
Im Park leben nach eigenen Angaben rund 2.000 Tiere aus über 80 Arten, darunter auch bedrohte Arten.
Welche Tiere gibt es?
Zum Beispiel:
- Afrikanische Elefanten
- Löwen
- Giraffen
- Nashörner
- Zebras
- Geparden
- verschiedene Affenarten
- Antilopen und andere Huftiere
- zahlreiche Vögel und kleinere Säugetiere
Der Park führt für die einzelnen Arten auch Informationen zum jeweiligen Gefährdungsstatus.

Was tut der Park für den Artenschutz?
Ein wichtiger Bestandteil sind Erhaltungszuchtprogramme (EEP) innerhalb des europäischen Zooverbands EAZA. Ziel ist es, bedrohte Tierarten in menschlicher Obhut zu erhalten und genetisch möglichst stabile Populationen aufzubauen.
Außerdem gibt es die Serengeti-Park Stiftung, die seit 2011 regionale und internationale Natur- und Artenschutzprojekte unterstützt. Dazu gehören beispielsweise:
- 🐆 Gepardenschutz
- 🐘 Unterstützung für verwaiste Elefanten in Afrika
- 🐒 Schutz von Schimpansen in Westafrika
- 🦇 Schutz von Fledermäusen
- 🐸 Projekte zum Schutz heimischer Amphibien
- 🐈 Monitoring und Schutz der Wildkatze
- 🦜 Schutz stark gefährdeter Papageienarten
Bei den Elefanten unterstützt die Stiftung beispielsweise den Sheldrick Wildlife Trust, der verwaiste Elefanten aufzieht und anschließend wieder auswildert. (serengeti-park-stiftung.de)

Forschung und Bildung
Der Park hat seit 2018 eine eigene Forschungsabteilung (SPDR). Geforscht wird unter anderem zu Tierverhalten, Fortpflanzung, Genetik, Ernährung, Stress und Tierwohl. Außerdem arbeitet der Park mit Universitäten und wissenschaftlichen Instituten zusammen.
Für Schulklassen gibt es beispielsweise das Bildungsangebot „Brennpunkt Artenschutz“, bei dem bedrohte Tierarten, Lebensraumverlust und menschliche Einflüsse auf die Artenvielfalt behandelt werden.
Kurz gesagt: Der Serengeti-Park ist nicht nur ein Freizeitpark, sondern auch als zoologische Einrichtung in Erhaltungszucht, Forschung, Umweltbildung und konkreten Schutzprojekten aktiv. Dabei liegt ein Teil des Engagements direkt bei den Tieren im Park, ein anderer Teil bei Schutzprojekten in deren natürlichen Lebensräumen.
Infos (Stand 2026)
Tickets: 49,50 € Erwachsene
Öffnungzeiten: 9:30 bis 18:30
Links
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