Leergutabgabe als Achtsamkeitsübung

Zuletzt aktualisiert vor 2 Monaten

Was Kurzes für Zwischendurch. Eine Achtsamkeitsübung für jeden.

LeergutrücknahmeraumIch habe heute Leergut zum Supermarkt gebracht. Dabei fiel mir auf, wie gut sich das Entsorgen zur fokussierten Meditation, zur Achtsamkeitsübung eignet.

Denn Flaschen und Dosen einfach mal eben in den gierigen Schlund der Leergutannahme zu werfen, geht gar nicht!

Schon beim Eintüten zuhause solltest Du aufpassen! Denn es sollen möglichst nur unversehrte Plastikflaschen in das Leergutmonster.

Das war für mich ein Problem, wenn ich die Dosen von meinem Vater wegbringen wollte. Denn der hatte nämlich die Angwohnheit, seine Bierdosen oder Colaflaschen quasi auszupressen. Was für eine Fummelei, bis die wieder schön glatt aussahen!

Bei den Leergutcontainern im Supermarkt erwartet mich immer eine mehr oder weniger lange Schlange an Abgabewilligen. Was für eine gute Gelegenheit für eine kurze Meditation im Stehen!

Achtsamkeitsübung Nr. 1: Meditation

Fast automatisch stelle ich mich gerade hin, schließe meine Augen bis auf einen schmalen Schlitz. Atme ruhig ein und aus. “Feeling the touch of the feet on the ground…” scheint mit meine Meditationslehrerin zuzuraunen.

Achtsamkeitsübung Nr. 2: Konzentriertes Anfassen des Leerguts

Ich stehe nun vor dem Automaten, bereit meine Flaschen in das große runde Loch zu werfen. Ich gehe mit äußerster Sorgfalt vor. Denn aus mancher Dose dröppelt manchmal noch ein Tröpfchen. Nicht schön! Den Kontakt damit versuche ich mit Achtsamkeit zu vermeiden.

Achtsamkeitsübung Nr. 3: Das Einlegen des Leerguts

Einfach so nun eine Dose oder eine Plastikflasche nach der anderen einzuwerfen, geht gar nicht! Auf dem Leergutautomaten steht, was zu beachten ist:

Leergutautomat mit den Regeln für die Achtsamkeitsübung Nur unbeschädigtes Leergut!

Nur mit dem Boden nach vorne!

Ich möchte hinzufügen: Nicht zu schnell nacheinander einlegen!

Jeden einzelnen Verstoß ahndet der Automat mit kompletter Verweigerung!

Oder er rollt das Leergut unwillig und irgendwie ratlos nach vorne und hinten, bis er das Ding einfach liegen lässt.

Also immer schön achtsam bleiben!

Auch in Gelassenheit kannst Du Dich beim Automaten üben. Ärgern und fluchen bringen überhaupt nichts! Der Leergutautomat ist da völlig gleichgültig. Er ist Herr der Lage und Du bist ihm ausgeliefert!

Je achtsamer und bedachter Du das Riesenmaul fütterst, desto schneller bist Du durch!

Nicht den Bon vergessen!

Mehr Achtsamkeit im Alltag

Ulrike

Ein Kommentar

  • Kasia

    Liebe Ulrike, ich danke dir für diesen unterhaltsamen und wahren Beitrag. Mit den Automaten war ich noch nie auf Kriegsfuß, es läuft eher nach der Maxime: ich mache dir nix, du machst mir nix. Nervös machen mich die Leute, die hinter mir mit den Hufen scharren. Das unwillige Schnauben von hinten, wenn mal wieder eine Flasche unerkannt herausplumpst. Da versuche ich dann, ganz die brave, so zügig wie möglich und so unauffällig wie möglich die unerkannten Flaschen wieder einzustecken, neue Flasche rein, warten und beten. Beim nächsten Mal bringe ich dem Automaten Weihrauch als Opfer… 😉

    Liebe Grüße
    Kasia

Ich freue mich auf Deinen Kommentar!