Wer bin ich, dass ich mich zum Buddhismus äussere?

Zuletzt aktualisiert vor 2 Monaten

Nein, ich bin kein Buddhismus-Experte, keine Lehrerin, keine Nonne. Ich bin nur ein Mensch, der die Lehre des Buddha für das Leben und das Miteinander für sehr förderlich hält. Meinen Blog will ich dafür nutzen, den Buddhismus mit dem wirklichen Alltag zu verbinden.

Buddhismus

Ich bin 1992 und 1997 durch eine 10-tägige Achtsamkeits-Retreat zum Theravada-Buddhismus gekommen. Ab 1997 war ich Mitglied des Buddhistischen Bundes e.V. in Hannover. Zweimal auch im Vorstand des Vereins. Leider gibt es den Verein nicht mehr.

Dabei habe ich in der Lehrredengruppe, die wir der Einfachheit halber die Dienstagsgruppe nannten, viel gelernt. Vor allem war es keine Gruppe elitärer hochgebildeter Philosophen, sondern es konnte jeder mitmachen, keine Frage wurde als „zu dumm“ abgetan. Ich habe leider in vielen Gemeinschaften erlebt, dass Fragen mit einem überheblichen abgetan „So machen wir das nicht!“

Auch jetzt werden sicherlich viele sagen, ich wisse nicht genug, und könne deshalb nicht über Buddhismus schreiben. Ich sage „Doch!“. Gerade weil es nur wenige gibt, die in einfachen Worten die Buddhistischen Lehren beschreiben und sich auch noch unausgegorene Gedanken dazu machen, schreibe ich.

Ja, auch meine Gedanken, meine Fehlannahem sind wichtig, denn sie lösen – hoffentlich – eine Diskussion aus, die mich unter Umständen zu einer Revision meiner Ansichten bringt.

Der Mensch lernt, solange er lebt, und stirbt doch unwissend.

Sprichwort

Von Anfang an hat es mich gestört, dass viele esoterisch angehauchte Überhebungen mit dem Buddhismus einhergingen. Viele grenzten sich mit Fremdwörtern und „vorbildlichen“ Praktiken vom „normalen“ Menschen ab. Diese manchmal überhebliche Art der westlichen Buddhisten begegnete mir immer wieder.

Buddhismus

Glücklichweise kenne ich auch viele Buddhisten, die mitten im Leben stehen. So entstand der Wunsch in mir, einen nüchternen und einfachen Blick auf den Buddhismus zu werfen.

Budda und die Kalama Sutta haben mich schon oft davor bewahrt, falschen Meinungen zu vertrauen, denn es wird eindringlich gemahnt, seinem Verstand zu folgen, bevor man etwas glaubt. Bestes Beispiel ist das Ding mit Scientology, wo ich meinen Chef davor bewahrte, viel Geld in die Sekte zu investieren.

Nun wünsche ich Euch erstmal viel Spass beim Lesen! Bei Fragen, Anmerkungen und Kritik meldet Euch per Kommentar oder Email!

P.s. Natürlich wird es weiterhin Artikel übers Reisen geben. Vielleicht weniger über China, dafür mehr aus Hamburg und Norddeutschland.

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2 Kommentare

  • Liebe Ulla,
    hier in Deutschland und Europa haben wir viele weibliche Lehrer. Die würde ich durchaus als gleichberechtigt sehen. Da aber in den buddhistischen Herkunftsländer auch heute noch patriarchalisch Strukturen herrschen, die sich auch in den alten Schriften wiederfinden, ist es leider immer noch problematisch. Am besten Du googelt mal „buddhismus und Gleichberechtigung“. Dann wirst Du viele Meinung dazu finden, die sich auch oft widersprechen. Es kommt z.B. auch auf die buddhistische Richtung an.
    LG
    Ulrike

  • Ursula pütter

    Hallo Ulrike,
    Vielen Dank für deine Beiträge . Wie siehst du die Rolle der Frau im Buddhismus? Ist die Frau annähernd gleichberechtigt?
    Vielleicht kannst du mich auf eine entsprechende Seite verweisen
    Liebe Grüße
    Ulla aus dem saarland

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