Die vier Edlen Wahrheiten – Die Erste

Die erste Edle Wahrheit

Warum sprechen wir von der „edlen“ Wahrheit?

Es handelt sich um die Wahrheiten, die Gautama Siddharthas in seiner ersten Lehrrede als Buddha, nach dem er seine Erleuchtung gefunden hatte, als Basis seiner Lehre erklärte. Sind sind „edel“, weil sie die Grundlage aller weiteren Lehren bilden.

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Buddha setzt das Rad der Lehre in Gang

Was sind die vier edlen Wahrheiten?

  1. Da ist die edle Wahrheit über das Leiden;
  2. die edle Wahrheit über die Ursache des Leidens;
  3. die edle Wahrheit über die Beendigung des Leidens;
  4. und die edle Wahrheit über den Pfad der Ausübung, der zur Beendigung des Leidens führt.

Hier möchte ich meine persönlichen Überlegungen zur ersten edlen Wahrheit mit Euch teilen.

Die erste edle Wahrheit

Das Leben im Daseinskreislauf ist leidvoll: Geburt ist Leiden, Altern ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Tod ist Leiden; Kummer, Lamentieren, Schmerz und Verzweiflung sind Leiden. Gesellschaft mit dem Ungeliebten ist Leiden, das Gewünschte nicht zu bekommen ist Leiden.

Wikipedia

Gebraucht wird das Wort Dukkha fürr das Leiden. Da der Begriff „Dukkha“ jedoch nicht genau mit dem deutschen Begriff „Leid(en)“ gleichzusetzen ist, werden in der deutschsprachigen Literatur zusätzliche Begriffe wie „unbefriedigend“, „unvollkommen“ und „ungenügend“ verwendet.

Dukkha (pali दुक्ख; sanskrit दुःख duḥkha ‚schwer zu ertragen‘) ist ein Schlüsselbegriff im Buddhismus, der meist als „Leiden“ übersetzt wird.

Da die meisten Menschen sich von dem Wort „leiden“ abschrecken lassen und es auch dem Menschen widerspricht, alles als leidvoll zu sehen, bin ich mehr für „Unvollkommen“. Das kann jeder verstehen und impiziert nicht gleich, das man immer leidet.

Doch zunächst einmal zu der üblichen Beschreibung der ersten Edlen Wahrheit

Dukkha gilt als universelles Charakteristikum aller Phänomene im Daseinskreislauf (Samsara). Also alles im Leben ist von Dukkha bestimmt, von Unbeständigkeit und Unvollkommeneit. Das heisst auf gut Buddhistisch, dass die Dinge unbeständig (anicca) und wesenlos (anatta) sind und uns darum auf Dauer nicht glücklich machen können, also früher oder später leidvoll (dukkha) sind.

Es ist leicht verständlich, dass zum Beispiel Krankheit mit Leiden verbunden ist, aber gleichzeitig ist dieses Leiden im Grunde meistens auch endlich. Ihr könnt auch bei schlimmsten Kopfschmerzen darauf hoffen, dass er mal aufhört. Aber das hat auch eine andere Seite: Wenn Ihr das Glück habt, keine Kopfschmerzen zu haben, seid Ihr doch nie sicher, dass sie nicht wieder kommen. Denn auch das Glück ist vergänglich.

Deshalb ist es so wichtig, im Augenblich zu leben! Und natürlich kann man das nicht generalisieren, manchmal hört der Schmerz nicht auf. Aber mit Meditation ist er leichter zu ertragen.

Da nun alle Menschen mehr oder weniger immer glücklich bzw. ohne Leid sein wollen, muss er erstmal erkennen, dass das Leben mit Unvollkommenheit einhergeht. Deshalb ist dies die erste Edle Wahrheit.

Noch einmal zusammengefasst:

Im Zusammenhang mit den Vier Edlen Wahrheiten werden drei Aspekte von dukkha betrachtet:

dukkha im gewöhnlichen Sinn als Leiden (dukkha-dukkha)
dukkha verursacht durch Veränderungen (viparinama-dukkha)
dukkha verbunden mit den Willenstätigkeiten (samkhara-dukkha)

Das Paliwort dukkha steht im gewöhnlichen Sprachgebrauch für Leiden, Kummer, Elend im Gegensatz zu sukha, das Wohlsein, Behagen, Glück bedeutet.

Doch das Lachen wird dem Buddhisten nicht, wie Außenstehende manchmal sagen, verboten. Glücklich sein und Lachen ist ihm nicht fremd. Das Lachen des Dalai Lama ist so ansteckend!

Dalai Lama

Ich bemühe mich, wenn es mir schlecht geht, daran zu denken, dass es vorrübergeht. So auch jetzt mit der Pandemie. Es erleichtert mir das Warten, den Umgang mit der Krankheit.

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