China Visum – Informationen und Tipps

Aktualisiert vor

Brauchst Du ein Visum für China?

Für die Einreise nach China benötigen deutsche Staatsangehörige ein Visum. Nicht nur, wenn Du als Tourist nach China reist, sondern auch für alle andere Zwecke, z.B. als Student, Austauschschüler oder Geschäftsmann/-frau ist die Beantragung eines Visums notwendig. Das Touristenvisum für China zu beantragen und zu erhalten ist an zahlreiche Regeln gebunden, die ich hier erkläre.

Aktuell
Wegen der Ausbreitung des Coronavirus COVID-10 und den damit verbundenen Einschränkungen sind touristische Reisen nach China zur Zeit praktisch nicht möglich. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die Provinz Hubei und rät von allen nicht unbedingt nötigen Reisen nach China ab. 25.02.2020

Wo beantragst Du das Visum für China?

Visa für China beantragt man übrigens nicht über die Konsulate, sondern über speziell von den Konsulaten dafür eingerichtete Visa Service Center. Diese nehmen die Anträge an, prüfen, ob die Unterlagen vollständig und korrekt sind, und leiten diese an die Konsulate weiter, wo letztendlich das Visum ausgestellt und in den Pass geklebt wird. Bei Abgabe wird ein Termin mitgeteilt, an dem der visierte Pass wieder abgeholt werden kann.

Die Service Center gibt es in
Berlin
Hamburg
Frankfurt
München
Düsseldorf
Auf den verlinkten Webseiten ist das online Ausfüllen des Visaantrags möglich.
China Visum

Welche Unterlagen brauchst Du für das Touristenvisum für China?

Für die Beantragung eines Touristenvisums (Kategorie L) für die VR China benötigst Du:

  • Visaantrag, online ausgefüllt. Nach dem Ausfüllen ausdrucken und unterschreiben!
  • 1 Passfoto (wird zur Zeit vom VSC Hamburg verlangt, auch wenn das Foto problemlos in den Antrag hochgeladen wurde)
  • Reisepass, noch 6 Monate über die Reise hinaus gültig
  • Der Reisepass muss 2 leere Seiten enthalten für das Visum
  • Kopie des Reisepass (Bildseite)
  • Bestätigte Ein- und Ausreise (Flugticket)
  • Bestätigte Hotelbuchungen für die gesamte Reisedauer
  • Oder Einladungsschreiben, wenn Du Freunde besuchst.
  • Unterschriebene Datenschutzerklärung (gibt es auf der Seite des VSC zum Runterladen)

Den Visaantrag für China findet Ihr zum online ausfüllen bei den o.g. Visa Service Center.

Bitte beim online Ausfüllen des Visaantrags beachten:

✔️ Folgt den Informationen auf der Seite des Visa-Centers Schritt für Schritt!

✔️ Der Visaantrag ist in Deutsch verfügbar.

✔️ Gleich zu Beginn entscheiden, welches Visa-Center man wählt. Entsprechend werden die Auftragsnummern vergeben.

✔️ Das Formular erst abschließen, wenn Du alles gründlich geprüft hast. Wenn Du nach dem Abschicken gemerkt hast, dass ein Fehler gemacht wurde, dann musst Du den Antrag neu ausfüllen bzw. den alten Antrag unter der ersten Auftragsnummer zu korrigieren.

✔️ Die Reiseroute kann man auch erstmal stichwortartig skizzieren. Hauptsache, man hat beim Einreichen alle Bestätigungen parat.

✔️ Wenn es nicht gelingt, ein Passfoto hochzuladen, geht es nach dem 3. oder 4. Versuch auch ohne weiter! Dann aber auf jeden Fall ein Passfoto bei der Visa Beantragung im VSC dabei haben!

✔️ Das Visum für China kannst Du frühestens 3 Monate vor Einreise beantragen. Die Bearbeitung dauert in der Regel 3 – 4 Werktage. Das Visum ist vom Tag der Ausstellung 3 Monate zur Einreise gültig. Die Aufenthaltsdauer ist auf maximal 30 Tage begrenzt.

✔️ Für Kinder, die nicht mit ihren beiden Eltern reisen (z.B. Schüleraustausch), wird zusätzlich eine schriftliche Erlaubnis der Eltern verlangt. Das gilt auch, wenn das Kind nur mit einem Elternteil reist. Dann muss diese Einwilligung vom nicht mitreisenden Elternteil vorliegen.

Übrigens: In dem Visaantrag werden auch so Sachen wie die Personalausweisnummer abgefragt. Verschwendet keine Zeit und Gedanken mit dem Warum! Schreibt sie einfach rein! Und wer “ja” ankreuzt bei der Frage, ob er eine schwere Geisteskrankheit hat, der darf sich nicht wundern, wenn das Visum abgelehnt wird. Auch die Frage nach Vater und Mutter sollte ohne Diskussion ausgefüllt werden.

Von all dem kann es Ausnahmen geben. Diese, wie z.B: ein Visum für länger als 30 Tage, sind häufig vom persönlichen Verhandlungsgeschick abhängig.

Fingerabdrücke für das China Visum

Seit 16.12.19 musst Du beim Beantragen des China Visum deine Fingerabdrücke abgeben. Dazu ist es erforderlich, dass jeder persönlich im VSC zur Visabeantragung erscheint. Ausgenommen sind Menschen jünger als 14 und älter als 70. Wenn Du einmal die Fingerabdrücke abgeben hast, dann gelten diese 5 Jahre lang bzw. so lange Dein Pass gültig ist (wenn kürzer).

Übrigens müssen Chinesen, die ein Visum für Deutschland beantragen, schon lange ihre Fingerabdrücke abgeben. Es ist bereits üblich, dass bei Einreise auf den internationalen Flughäfen in China die Fingerabdrücke gescannt werden.

Sonderregelungen

Tibet: Eine Reise nach Tibet ist nur mit einer Zusatzerlaubnis, dem Tibet-Permit, möglich. Diese bekommt man, wenn die Reise von einem dazu lizenzierten Reisebüro organisiert wird. In Tibet ist das individuelle Reisen westlichen Touristen nicht erlaubt. (Oktober 2019)

Xinjiang: Wegen der immer wieder aufflackernden Unruhen in diesem muslimisch geprägten Teil Chinas ist es schwierig, ein Visum zu bekommen, wenn man als Reisegebiet Xinjiang angibt.

Journalisten erhalten nur über offizielle Pressestellen ein Journalistenvisum. Sollten sie ein Touristenvisum für China benötigen, wird dies von den chinesischen Konsulaten genau geprüft. Meistens reicht eine eidesstattliche Erklärung darüber, dass man in China nicht als Journalist tätig wird.

Mein Touristenvisum als Journalistin

Während meiner Zeit als Redakteurin der Deutsch-Chinesischen Allgemeinen Zeitung wollte ich natürlich mal wieder nach China reisen, nicht als Journalistin sondern als ganz normale Touristin. Da der Chef des Visa Center mich als Journalistin kannte – ich hatte ihn mal interviewt – war das nicht so einfach. So kam ich an einem heißen Sommertag in den Genuss, mit dem Chef eine Tasse Tee zu trinken. Mir stand der Schweiß auf der Stirn, nicht nur wegen der Hitze. Würde ich nicht nach China reisen dürfen? Ich schwor, dass ich nie etwas tun würde, was verhindern könnte, dass ich jemals wieder ein Visum für mein geliebtes China erhalte. Doch die Atmosphäre war sehr nett und entspannt. Schließlich schrieb ich eine kurze Erklärung, dass ich ausschließlich als Touristin unterwegs sein würde. Das Visum erhielt ich wenige Tage später. Was für eine Erleichterung!

Auch für Angehörige anderer Berufe kann es manchmal zu weiteren Prüfungen kommen. Personen mit geistlichen Berufen sollten sich vorher bei einer Visa-Agentur erkundigen, welche eventuellen besonderen Unterlagen benötigt werden.

Zu Problemen kann es auch kommen, wenn man trotz deutscher Staatsangehörigkeit einen türkischen familiären Hintergrund hat, in der Türkei wohnt oder in den letzten Jahren öfters in der Türkei war (Stempel im Pass). Visaanträge von türkischen Staatsangehörigen werden in der Regel abgelehnt. Das kann zu Schwierigkeiten z. B. beim Schüleraustausch führen, die sich meistens klären lassen. Das kann alles auch mit anderen überwiegend islamischen Ländern passieren. Ja, leider ist das so. Ich rate, im Einzelfall direkt mit dem Chef des Visa Service Centers zu sprechen. Das hat schon einige Male geholfen.

Wo ist die Beantragung möglich?

Das China Visum soll offiziell nur noch im Heimatland des Antragstellers beantragt werden können. Manchmal hört man von Reisenden, die ihr Visum in Ulan Bator, Mongolei, oder in Hongkong erhalten haben. Dafür gibt es keine Garantie. Außerdem ist das dann mit einem erheblichen bürokratischen Aufwand verbunden.

Deutsche, die einen ständigen Wohnsitz in einem anderen Land als Deutschland nachweisen können, können in der Regel auch dort ihr Visum beantragen.

Staatsangehörige von Schengenstaaten können ihr Visum in Deutschland beantragen, sofern sie hier gemeldet sind und eine gültige Aufenthaltsgenehmigung haben. Möglicherweise werden dann weitere Unterlagen vom Konsulat angefordert.

China-Reisende aus anderen Ländern mit einem ständigen Wohnsitz in Deutschland können in der Regel ihr Visum auch in Deutschland beantragen. Der Nachweis des Wohnsitzes in Deutschland wird mittels einer Kopie des Aufenthaltstitels erbracht.

Für Taiwan, Hongkong und Macao benötigst Du als deutscher Staatsangehöriger kein Visum

Die 72- bzw. 144-Stunden Regelung

Für einige Großstädte mit internationalen Flughäfen gibt es eine Transitregelung, die es ermöglicht, sich bis zu 72 bzw. 144 Stunden visafrei in der Stadt und der nächsten Umgebung aufzuhalten.

Voraussetzung ist, dass Du einen Nachweis hast, dass Du innerhalb der maximalen Aufenthaltsdauer in ein drittes (!) Land weiterreist. Das kann ein Flugticket oder auch ein Kreuzfahrtticket sein. Zum Beispiel kann man mit dem Schiff in Shanghai ankommen und dann nach 6 Tagen von Shanghai weiter nach Deutschland fliegen.

Man darf die Städte bzw. Gebiete, in die man mit einem solchen Transitvisum eingereist ist, nicht verlassen. So ist es zum Beispiel nicht möglich, den Aufenthalt in Shanghai mit einem Ausflug nach Peking zu verbinden. Auch geht es (noch) nicht, mit der Transsib von Peking weiterzureisen, weil man das Gebiet von Peking und Umgebung nicht verlassen darf.

72-Stunden 
Chongqing, Guilin, Guangzhou, Xi’an, Changsha und Harbin

144-Stunden
Peking und Umgebung. Dazu gehört auch Tianjin

Shanghai und Umgebung
Man kann z.B. auch Hangzhou oder Suzhou in der Zeit besuchen

Provinz Liaoning: Einreise über Dalian oder Shenyang

Qingdao, Xiamen, Wuhan, Chengdu und Kunming

In folgenden Städten kann man sowohl per Schiff als auch Flugzeug ein- bzw. ausreisen: Peking/Tianjin, Shanghai, Qingdao, Xiamen

Ausführliche, offizielle und verbindliche Bestimmungen gibt es auf der Seite der Chinesischen Botschaft

Tipp: Auf der o.g. Seite gibt es einen Link, über den man sich online für den visafreien Transit anmelden kann. Das soll die Prozedur bei Einreise beschleunigen.

Die Liste der beteiligten Städte wird ständig länger. Aktualisiert am 09.01.19

Demnächst soll die 144-Stunden-Regelung auch für Xi’an, Chongqing und Ningbo gelten. Das ist noch nicht offiziell. 24.10.19

Als Drittland gelten übrigens auch Taiwan, Hongkong und Macao.

Wichtig: Schon beim Einchecken musst Du die Airline darüber informieren, dass Du einen Transit-Aufenthalt planst. Für die visafreie Einreise gibt es an den Flughäfen in China besondere Einreiseschalter. Du solltest die ausgefüllte (spezielle) Einreise- und Ausreisekarte, die vor dem Schalter ausliegt, bereithalten. Und natürlich den Reisepass. Mach Dich darauf gefasst, dass die Einreise länger als an den “normalen” Einreise-Schaltern dauert.

Was kostet das Touristenvisum für China?

Das Touristenvisum (einmalige Einreise, 30 Tage Aufenthalt) kostet für deutsche Staatsangehörige zur Zeit (Oktober 2019) beim Visa-Service-Center € 125,45 pro Visum.

Für Hongkong benötigt man kein China Visum

Für Hongkong braucht man kein China Visum

Andere Visa

Für die Beantragung von Visa für eine Geschäftsreise oder einen Verwandtenbesuch gelten andere Regelungen. Auch Staatsangehörige anderer Länder sollten sich nach den für sie spezifisch geltenden Regeln bei dem VSC erkundigen.

Kreuzfahrt-Touristen

Deutsche Staatsangehörige, die mit einer Reisegruppe (mindestens 2 Teilnehmer) über die Kreuzfahrthäfen in Shanghai einreisen, können sich bis zu 15 Tage (gerechnet vom Tag nach der Ankunft) ohne Visum in bestimmten Gebieten Chinas aufhalten, sofern die Reisegruppe von einer in der VR China registrierten Reisegesellschaft organisiert und während des Aufenthaltes betreut wird. Sie sind berechtigt zum Aufenthalt in den Verwaltungsgebieten der Städte Peking und Shanghai, sowie in der Verwaltungsregion der jeweiligen Hafenstädte und angrenzender Städte in den Provinzen Liaoning, Hebei, Tianjin, Shandong, Jiangsu, Zhejiang, Fujian, Guangdong, Hainan sowie der autonomen Region Guangxi Zhuang. Quelle: Auswärtiges Amt

Hainan

Für die Insel Hainan benötigen deutsche Staatsangehörige bei einem Aufenthalt bis zu 14 Tagen kein Visum.

Kannst Du das China Visum online beantragen?

Nein!

Dass der Visaantrag nur noch online ausgefüllt werden kann, bedeutet nicht, dass man damit das Visum online beantragt!

Achtung! Auch wenn manche Visa-Agentur auf den ersten Blick so tut: Das Visum kann nicht online besorgt werden! Nur den Antrag kann man online ausfüllen. Für das Visum selbst müssen auf jeden Fall der originale Pass und die weiteren Unterlagen (siehe oben) eingereicht werden. Es ist bei der Beantragung über eine Agentur auch unbedingt auf die Kosten zu achten! Diese können u.U. unverhältnismäßig hoch sein.

Es gibt noch eine andere Variante, das China Visum online zu bestellen. Es handelt sich um Gruppenvisa, die von einer Agentur in Shanghai besorgt werden. Das geht für 2 bis 10 Personen. Das Gruppenvisum ist von der Antragstellung an nur 30 Tage gültig! Und einreisen kannst Du nur innerhalb der ersten 14 Tage. Also kannst Du es nur sehr kurzfristig beantragen.

Das Gruppenvisum besteht aus einem separaten Blatt Papier. Es setzt voraus, dass Ihr immer zusammen unterwegs seid, zumindest was Übernachtungen betrifft. Ich sehe das kritisch: Das Papier mit dem Visum wird per Kurier geschickt. Insgesamt soll es ca. 1 Woche dauern, bis Du das Visum in der Hand hältst. Da ich schon einige negative Erfahrungen mit Kurierdiensten gemacht habe, würde ich die Unsicherheit, ob alles rechtzeitig klappt, kaum aushalten.

Dann vergehen noch ein paar Tage, bis zur tatsächlichen Einreise nach China. Für den Aufenthalt in China bleiben dann nur noch ca. 14 Tage. Ich habe noch von niemandem gehört, der sein Visum auf diese Weise beantragt hat. Deshalb kann ich auch keine Empfehlung dazu aussprechen. Ich rate zur Vorsicht bei solchen Angeboten!

Visum abgelehnt? Sollte Euer Visa-Antrag abgelehnt worden sein, könnt Ihr als letzte Möglichkeit das Gespräch mit den entscheidenden Beamten suchen. Bedenkt dabei immer: Es gibt kein Recht auf ein Visum. Die chinesischen Beamten haben die Entscheidung.

Deshalb: Bleibt bei der Beantragung ruhig und freundlich! Schreien oder der Versuch, auf ein vermeintliches Recht zu bestehen, führen Euch weder beim Visa Center noch sonst irgendwo in China weiter! Auch die Diskussion über Sinn oder Unsinn einer Frage im Antrag bringt gar nichts!

Hinweis: Alle Angaben gelten nur für deutsche Staatsangehörige und die Beantragung des China-Visums in Deutschland.

Endlich in China

Mit dem Visum im Pass kann die Reise losgehen! Im Visum selbst steht nicht, wann Ihr wo seid. Wenn eine Routenänderung notwendig wird, ist das in der Regel kein Problem.

Unterwegs in China solltest Du Deinen Reisepass immer dabei haben. Neben der Vorlage in der Unterkunft wird er u.a. bei der Besorgung einer Zugfahrkarte benötigt. In den Bahnhof kommt Ihr nur, wenn Ihr zusammen mit der Fahrkarte auch den Reisepass vorzeigt!

Auch viele Museen und Sehenswürdigkeiten geben Eintrittskarten nur heraus, wenn sie den Reisepass sehen. Das ist keine besondere Kontrolle der Reisenden. Das wird auch von allen Chinesen verlangt. Letztere haben den Vorteil, dass die Ticketautomaten die chinesischen Ausweise erkennen und vorbestellte Eintrittskarten und Fahrkarten schnell ausdrucken. Westliche Reisende müssen immer an einen menschlich besetzten Schalter, auch wenn die Tickets online gebucht wurden.

Noch eins: Informiert Euch, wofür und wo Euer Visum oder Transit gilt! Ich habe kürzlich von jemanden erfahren, der mit dem 144-Stunden-Transit in Shanghai war und die Zeit nutzte, um nach Chengdu (was weit außerhalb der genehmigten Gebiete liegt) weiterzufliegen. Dort wurde er erwischt und des Landes verwiesen. Er musste eine heftige Strafe bezahlen.

Als er 2018 wieder nach China mit der Transit-Regelung wollte, wurde er gar nicht erst reingelassen und musste sofort zurück fliegen. Natürlich musste er die Kosten für den Rückflug selbst tragen. Er fragte mich, ob er, weil das doch in seinen Augen nicht gerechtfertigt war, das zusätzlich gezahlte Geld von den Chinesen zurück bekommen würde, wenn er sich bei denen beschwert.

Vergesst solche Gedanken sofort! Abgesehen davon, dass die chinesischen Beamten völlig korrekt und nach ihren Regeln gehandelt haben, haben chinesische Behörden immer recht!


Alle Angaben entsprechen dem aktuellen Wissensstand im Dezember 2019.

Die aktuelle Abfertigung, Einreiseerlaubnis und Visa-Erteilung hängt immer von dem jeweiligen Beamten und der aktuellen Situation ab. Ich übernehme keine Garantie, dass Ihr wirklich einreisen könnt, selbst wenn Ihr alles richtig gemacht habt.

Es wird leider in letzter Zeit verstärkt davon berichtet, dass türkische, irakische oder auch pakistanische Visa oder Einreisestempel im Pass der Grund für eine Ablehnung des China-Visumantrages gewesen sein könnten.

Wie aufregend die Visabesorgung sein kann, könnt Ihr hier nachlesen: Chengdu 2016

Wenn Ihr wissen wollt, welche Erfahrungen andere mit der Beantragung eines China Visums gemacht haben, dann schaut mal in diese Facebook-Gruppe: China Reisen

Ich wünsche eine tolle und interessante China-Reise!

Die andere Seite

Wie sieht es eigentlich aus, wenn Chinesen ein Visum für die Schengen-Staaten beantragen? Wieviel kostet das Schengen Visum?

Was ist überhaupt ein Schengen-Visum?
“A Schengen visa is a short-stay visa awarded to persons wishing to travel to one or many of the countries that make of the 26 European country Schengen Area. It grants each holder entry to all the countries in the area on a single visa. Successful applicants are granted access to the area for tourism or business purposes and are given up to up to 90 days to stay.”

Alle Infos in einem Artikel der China Daily vom 05.02.2020

Wichtige Informationen für die China-Reise
Ulrike

18 Kommentare

  • Mutzi

    Liebe Ulrike,

    mit großem Interesse lese ich deine Informationen und Berichte über China. In 5 Wochen soll es für uns losgehen. Peking-Guilin- Hongkong. Wir freuen uns sehr darauf.
    Unser Rückflug geht von Hongkong über Peking nach Frankfurt. In Peking bleiben uns 2,5h zum Umsteigen.
    Nun möchte ich die Visa beantragen, bin mir aber unsicher, ob das Visum für einmalige Einreise das richtige ist, da der Heimflug wieder über Peking geht. Kannst du mich diesbezüglich aufklären?

    Liebe Grüße von einer treuen Leserin

    Simone

    • Moin!
      Danke fpür die Frage! Es reicht das Visum für einmalige Einreise. Die 2,5 Stunden in Peking auf dem Rückflug ist eine reiner Transit. Ihr werdet den Transitbereich nicht verlassen.
      Gute Reise
      Ulrike

  • Michael

    Hallo Ulrike,
    das sind wirklich nützliche Informationen über das neue Online-Visaverfahren seit Mai 2019. Nur ein kleiner Hinweis noch: Der obige Link zum Visa Service Center in München funktioniert nicht. Ist wohl noch im alten Format und sollte korrigiert werden. Ansonsten ist Dein Überblick hier einer der Hilfreichsten und Übersichtlichsten im Netz. Danke dafür!
    Viele Grüße aus München
    Michael

  • Jens

    Mein Visum hatte ich online bei einer Online-Agentur (Link entfernt – die Redaktion) gebucht. Das war überhaupt kein Problem. Online geht halt alles unbürokratischer 🙂

    • Hallo,
      das ist reine Augenwischerei. Es sind die gleichen Unterlagen und Buchungsbestätigungen wie überall nötig. Und ob man den Visaantrag auf dem Computer ausfüllt oder per Hand ist kein großer Unterschied. Das Prozedere ist das Gleiche wie bei der Einreichung über irgendeine Visa-Agentur oder den Reiseveranstalter.
      LG
      Ulrike

  • “In Tibet ist das individuelle Reisen westlichen Touristen nicht erlaubt. (Oktober 2018)”
    Ist das Neu? 2001 bin ich mit einem China Visum und ein in Nepal besorgtes Permit für Tibet mit einer Gruppe nach Lahsa gereist. Ab Lahsa habe ich dann 3 Wochen lang mein eigenes Ding gemacht, mir meine Unterkünfte gesucht und bin alleine im Land gereist. Ein kurzfristig in Lahsa gebuchter Flug nach Chengdu in China beendete mein Tibet Aufenthalt. Meinst du, das ist heute nicht mehr möglich?

    • Hallo Kerstin, schon, von dir zu hören. 2001 ist 18 Jahre her. Da hat sich viel getan. Tibet geht gar nicht mehr auf eigene Faust. Spontan den Flug von Lhasa nach China buchen ist nicht ratsam. Ausnahmen bestätigen die Regel. Auch in China hat sich einiges getan. Willst Du nach China reisen? Wir können gerne mal telefonieren
      LG
      Urike

  • Mit Taiwan wäre es halt komplett (so dachte ich). Denn Hong Kong, Macau und Taiwan sind nunmal die drei chinesischen Teile in denen ein Deutscher kein Visum braucht. 🙂

  • Tolle und umfängliche Zusammenfassung Ulrike. Danke dafür.

    Damit weiß ich nun auch, dass es (bisher) noch nicht ohne Visum geht nach Peking zu Fliegen und die Transsib zurück zu nehmen. Wäre praktisch. 🙂

    Zwei kleine Ergänzungen noch:
    1) Du hast Taiwan vergessen. Für Taiwan brauchen wir Deutsche auch kein Visum und es kann auch als Drittland für die 72/144-Stunden Visageschichte genutzt werden.
    2) In Tibet gibt es mehrere Visas/Permits. Für die Einreise brauchst du die TTP (Tibet Travel Permit), wie von Dir oben beschrieben.
    Wenn man weiter Richtung Everest Base Camp oder Mount Kailash will, braucht man zusätzlich die ATP (Alien Travel Permit), die aber kurzfristig in Lhasa durch den Guide besorgt werden kann.

    • Danke für deinen Kommentar!
      Taiwan hab ich nicht wirklich vergessen… wenn ich über alle Möglichkeiten schreiben würde, wäre es ein Buch geworden!
      Zu Tibet: Da man für Tibet ein Permit benötigt und dafür den Aufenthalt für Tibet komplett vorplanen muss, besorgt das buchende Reisebüro in China auch alle anderen nötigen Genehmigungen.
      Nein, von Peking mit der Transsib ausreisen, geht (noch) nicht. Ich habe gehört, dass man daran arbeitet. aber ich glaube nicht, dass das 2019 noch was wird. Sobald es geht, werde ich das entsprechend in den Artikel einbinden.
      Beste Grüße
      Ulrike

  • Ich werde wahrscheinlich im Frühjahr arbeitstechnisch für eine Woche nach Shanghai müssen. Meine japanischen Kollegen können komplett ohne Visum rein, aber als Deutsche wird das wohl etwas anstrengender…

    • Toll! Wenn es reicht könntest du die 144 Stunden-Regelung nutzen. Falls Du in Zukunft öfters nach China musst, gibt es auch Geschäftsvisa, die mehrere Jahre gelten und für mehrfache Einreise.
      Viel Erfolg!
      LG
      Ulrike

  • Gert Bornschlegl

    Irgendwie haben die Chinesen sich die deutsche Bürokratie angesehen und diese noch verfeinert.

    Es ist zwar wirklich extrem lange her, das ich in China war. Schon damals war das Visum ein Problem. Entweder 160 DM für die Profis oder immer wieder auf der Botschaft anrufen.

    Am Ende habe ich die Kosten für mein Visum (19 DM) zwei mal bezahlt und das Visum kam 2 Wochen vor dem Abflug. Die Telefonkosten nicht mitgerechnet.
    Aber wenn ich mir das jetzt ansehe war es damals noch ein kostengünstiges Kinderspiel.
    Damals war sogar freies Reisen in den Tibet möglich, zumindest ausgerechnet in der Zeit, wo ich dort war (August/September 1987). Aber Drei Wochen nach meinem Tibet-Besuch sind die nächsten Aufstände ausgebrochen.

    • Ja, da hat sich in 30 Jahren einiges geändert! Als ich im Oktober 1987 in China war, kam man gar nicht nach Tibet rein.
      Da es jetzt immer mehr Möglichkeiten für einen visafreien Transitaufenthalt gibt, hoffe ich, dass man vielleicht irgendwann ganz auf Visa verzichtet.
      Hast Du über Deine China-Reisen damals berichtet – im Internet?
      LG
      Ulrike

  • Nemorino

    Als Amerikaner mit Wohnsitz in Deutschland hätte ich wohl Schwierigkeiten, ein Visum für China zu bekommen, zumal ich mein Heimatland seit fast dreißig Jahren nicht mehr betreten habe. (Da ich weder China noch Amerika in nächster Zeit besuchen will, ist dies aber nur theoretisch ein Problem.)

    • Das kann sein. Habe leider überhaupt keine Erfahrung damit. Aber warum willst Du nicht nach China? Die Peking-Oper wäre doch eine neue interessante Erfahrung!
      LG
      Ulrike

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