
Auch wenn ich niemals in Tibet war. so habe ich den Himalaya auf meinen Reisen oft gesehen und erlebt. Einige meiner größten Abenteuer habe ich dort erfahren. Zum Beispiel das Trekking am Annapurna. Es war ein tolles Gefühl. die schneebedeckten Gipfel zu sehen. Majestätisch! Oder die Pause in Xiahe, einem kleinen Ort in den Ausläufern des Himalaya umgeben von blühenden Wiesen.
Auch das Naturschutzgebiet Jiuzhaigou habe ich gesehen, als es noch fast unbekannt war. Oder die Tiger Leaping Gorge bei Lijiang. Eine dramatische Schlucht. Tibetische Tempel außerhalb von Tibet habe ich besucht: Taer Si und Labrang, zwei der bedeutendsten Tempel der Gelugpa.
Der Name „Himalaya“
Der Name „Himalaya“ stammt aus dem Sanskrit, einer der ältesten Schrift- und Gelehrtensprachen Indiens. Er setzt sich aus den beiden Wörtern „hima“ (हिम) für Schnee und „ālaya“ (आलय) für Wohnort, Haus oder Aufenthaltsort zusammen. Wörtlich bedeutet Himālaya also „Wohnstätte des Schnees“ oder „Heim des Schnees“. Diese Bezeichnung verweist auf die dauerhaft schneebedeckten Gipfel des Hochgebirges, die schon in der Antike als außergewöhnlich und ehrfurchtgebietend wahrgenommen wurden.

Bereits in den altindischen Texten, insbesondere in den Veden, den Puranas und den großen Epen wie dem Mahabharata, erscheint der Himalaya nicht nur als geografischer Raum, sondern auch als heiliger Ort. In der hinduistischen Mythologie wird der Himalaya teilweise personifiziert und als Gott Himavat dargestellt, der als Vater der Göttin Parvati gilt, der Gemahlin Shivas. Damit erhielt der Name zusätzlich eine religiöse und symbolische Bedeutung: Der Himalaya galt als Sitz der Götter, als Ort der Askese und spirituellen Erkenntnis.
Über den indischen Kulturraum hinaus wurde der Name in leicht angepasster Form in andere Sprachen übernommen. Im Griechischen taucht er etwa als Imaos oder Emodos auf, bevor sich in der europäischen Geografie seit der frühen Neuzeit die heute gebräuchliche Form „Himalaya“ durchsetzte. Der Name bewahrte dabei stets seine ursprüngliche Bedeutung als Bezeichnung für das schneereiche Hochgebirge zwischen dem indischen Subkontinent und dem tibetischen Hochland.
Quellen:
- Mallory, J. P.; Adams, D. Q.: Encyclopedia of Indo-European Culture, Fitzroy Dearborn
- Monier-Williams, Monier: A Sanskrit–English Dictionary, Oxford University Press
- Encyclopaedia Britannica: Artikel „Himalayas“
- Zimmer, Heinrich: Myths and Symbols in Indian Art and Civilization, Princeton University Press

Himalaya auf Tibetisch
Der Himalaya hat auf Tibetisch keinen einzigen Namen, aber der Everest heißt dort Qomolangma (ཇོ་མོ་གླང་མ), was „Mutter des Universums“ oder „Göttinmutter der Erde“ bedeutet, während der Begriff für die ganze Gebirgskette oft Himālaya ist, aber auch spezifischere Namen für Abschnitte existieren.
Qomolangma (ཇོ་མོ་གླང་མ): Der tibetische Name für den Mount Everest, den höchsten Gipfel des Himalaya.
Himalaya (ཧི་མ་ལ་ཡ་): Dies ist der Name, der aus dem Sanskrit stammt und „Wohnstätte des Schnees“ bedeutet und auch in Tibet verwendet wird, oft als Teil des erweiterten Gebirgssystems.
Andere Namen: Für Teile des Gebirges gibt es spezifischere Namen wie Gangdisê-Gebirge (Transhimalaya).
Himalaya auf Chinesisch
喜马拉雅山 • Xǐmǎlāyǎ shān = Himalaya Gebirge
Es ist im Grunde nur lautmalerisch.
Kurz gefasst: Wie ist der Himalaya entstanden?
Der Himalaya ist das Ergebnis eines der gewaltigsten plattentektonischen Prozesse der Erdgeschichte. Seine Entstehung begann vor rund 120 bis 140 Millionen Jahren, als sich die Indische Platte vom damaligen Südkontinent Gondwana löste und sich mit hoher Geschwindigkeit nach Norden bewegte. Zwischen der Indischen und der Eurasischen Platte lag zu dieser Zeit ein Ozean, der Tethys-Ozean. Auf dessen Meeresboden lagerten sich über Millionen Jahre hinweg mächtige Sedimente ab.

Vor etwa 50 bis 55 Millionen Jahren kam es schließlich zur Kollision der Indischen mit der Eurasischen Platte. Da beide Platten aus kontinentaler Erdkruste bestehen, konnte keine von ihnen vollständig unter die andere abtauchen. Stattdessen wurden die Sedimente des ehemaligen Meeresbodens sowie Teile der Erdkruste zusammengeschoben, gefaltet und nach oben gedrückt. Auf diese Weise entstand das Himalaya-Gebirge zusammen mit dem Tibetischen Hochland. Viele Gesteine, die heute auf über 8.000 Metern Höhe liegen, waren ursprünglich Meeresablagerungen – was sich noch heute an fossilen Funden in großen Höhen zeigt.

Fossilien im Himalaya zeigen, dass dieses heute extreme Hochgebirge einst vom Meer bedeckt war. In den Gesteinen finden sich versteinerte Muscheln, Korallen und andere Meeresorganismen, die vor Millionen von Jahren im Tethys-Ozean lebten. Als die Indische Platte mit der Eurasischen Platte kollidierte, wurden diese Meeresablagerungen aufgefaltet und in große Höhen gehoben. Die Fossilien sind daher ein eindrucksvoller Beleg für die Plattentektonik und die Entstehung des Himalaya.

Der Gebirgsbildungsprozess ist bis heute nicht abgeschlossen. Die Indische Platte bewegt sich weiterhin mit etwa 4–5 Zentimetern pro Jahr nach Norden und schiebt sich unter Teile der Eurasischen Platte. Dadurch hebt sich der Himalaya noch immer um wenige Millimeter pro Jahr, während gleichzeitig Erosion durch Gletscher, Flüsse und Erdbeben an seiner Form arbeitet. Diese tektonische Aktivität erklärt auch, warum die Region regelmäßig von starken Erdbeben betroffen ist.
Zusammengefasst ist der Himalaya kein „fertiges“ Gebirge, sondern ein dynamisches System, das durch das fortdauernde Zusammenwirken von Plattenbewegung und Abtragung ständig verändert wird. Er gilt daher als das jüngste und höchste Hochgebirge der Erde.

Quellen:
- Encyclopaedia Britannica: Artikel „Himalayas“
- US Geological Survey (USGS): „Plate Tectonics and Mountain Building“
- Molnar, P.: Plate Tectonics: A Very Short Introduction, Oxford University Press
- National Geographic: „How the Himalaya Were Formed“
Die 10 höchsten Berge im Himalaya
- Everest (8,848 Meter)
- K2 (8,611 Meter)
- Kangchendzönga (8,586 Meter)
- Lhotse (8,516 Meter)
- Makalu (8,485 Meter)
- Cho Oyu (8,188 Meter)
- Dhaulagiri I (8,167 Meter)
- Manaslu (8,163 Meter)
- Nanga Parbat (8,126 Meter)
- Annapurna I (8,091 Meter)
Die Legenden von Yeti
„Haben Sie schon einmal vom Yeti oder Schneemenschen gehört? Man glaubt, dass sie in den verschneiten Landschaften des Himalaya leben. Es gibt auch viele Mythen und Legenden über sie.
Yeti ist ein mystisches Wesen mit einer menschenähnlichen oder affenähnlichen Gestalt, das mit Fell bedeckt ist. Sie werden oft als riesige Kreaturen mit menschenähnlichen Gesichtern dargestellt und haben tiefe kulturelle Wurzeln in den höher gelegenen Gebieten des Himalaya. Diese mythischen Kreaturen gelten im tibetischen Buddhismus als spirituelle Wesen. Das Wort „Yeti“ leitet sich von den tibetischen Wörtern „Yeh“ und „Teh“ ab, was übersetzt „Felsenbär“ bedeutet. Daher stellen manche den Yeti als bärenähnliches Wesen dar.
Auch in der westlichen Welt haben die Legenden um den Yeti viele fasziniert. Der Mythos verbreitete sich im 20. Jahrhundert explosionsartig. Viele westliche Bergsteiger erzählten Geschichten über mysteriöse Fußabdrücke und Sichtungen im Himalaya. Eric Shipton behauptete während seiner Everest-Expedition 1951, einen Yeti-Fußabdruck gesehen zu haben. Auch Sir Edmund Hillary und Tenzing Norgay Sherpa, die zu Shiptons Team gehörten, berichteten von der Sichtung eines großen Fußabdrucks, der von Yeti stammen könnte.“ Himalaya Trekking
Legende vs. Realität: Der Mythos ist tief in der Kultur der Sherpa und anderer Himalaya-Völker verwurzelt. DNA-Analysen von angeblichen Yeti-Überresten (Haare, Haut) haben jedoch gezeigt, dass diese von verschiedenen Bärenarten des Himalaya stammen, wie dem Tibetischen Braunbären oder dem Asiatischen Schwarzbären.
Der Himalaya, wo ich ihn gesehen habe
- Der Annapurna Circuit 1992
- Jiuzhaigou 1987
- Labrang Monastery 1992 (Xiahe)
- Lijiang
- Karakorum Highway
- Hunza-Valley 1990
- Das Murmeltier
- Der Schneeleopard
Zuletzt aktualisiert vor 10 Stunden ago
- Woher kommt die Bezeichnung „Himalaya“? - 25. Januar 2026
- Archäologie in China – China Nachrichten - 22. Januar 2026
- Laba-Fest: Bald ist Chinesisch Neujahr - 22. Januar 2026

