Gerade in den letzten Tagen musste ich daran denken, wie sehr Weihnachten früher von unserer Mutter geprägt war. Sie kam aus Schlesien. An Weihnachten war es bei uns üblich, dass viele schlesische Speisen aufgetischt wurden, vor allem Süßes: Apfelstrudel, Mohnkuchen, Klöße, Heringssalat und unvergessen: Schlesische Weißwürste mit Rosinensoße. Letzteres haben wir als Kinder nicht gemocht, gar nicht. Mutter konnte also konkurrenzlos ihr Weihnachtsessen genießen.
Heute mache ich mir manchmal an Weihnachten Weißwürste mit Rosinensoße, einfach aus Sehnsucht und in Erinnerung an eine schöne, unbeschwerte Kindheit. Dann mache ich mich sogar auf, um Schlesische Weißwürste zu besorgen. Es kommen eben nicht irgendwelche Weißwürste in Frage, es müssen schlesische sein!
Das Rezept für die schlesische Rosinensoße
Zutaten
0,33l Malzbier
Honigkuchen
Rosinen
Zitronat
Butter
Salz
etwas Brühe

Zubereitung:
Malzbier und Honigkuchen in einen Topf geben und köcheln lassen, bis es zu einer dicken Soße wird. Danach die übrigen Zutaten nach Geschmack hinzufügen.
Zur Rosinensoße gehören wie gesagt die obligatorischen Weißwürste. Wer nun meint, so eine süße schlesische Rosinensoße geht gar nicht, der sollte daran denken, dass in Bayern die Weißwürste mit süßem Senf gegessen werden.
Dazu kann man ganz nach Belieben Klöße oder Kartoffeln sowie Rotkohl servieren. Bei uns gab es Baguette. Aber wir Kinder zogen Bockwürste mit Kartoffelsalat vor.
Weißwürste
Bis heute erinnert das Weihnachtsessen an unsere Mutter, auch wenn es nicht immer schlesische Weißwürste sind. Es ist das Familienzusammensein, das nur einmal im Jahr ist, wenn wir drei Schwestern zusammen sitzen, den Weihnachtsbaum bewundern und in Erinnerungen schwelgen.
Ich wünsche Euch allen ein schönes Weihnachtsfest! Mögen die Menschen über vielen Leckereien aus der ganzen Welt zusammenfinden und friedlich miteinander feiern.
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Dieser Artikel erschien 2014 und wurde 2021 überarbeitet.
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Hallo Oliver,
Es gibt in Hamburg einn polnischen Metzger, bei dem man die originalen schlesischen Weißwürste bekommt. Ich freue mich dass Dir der Bambooblog gefällt. LG Ulrike
Hallo Ulrike,
eigentlich bin ich über China zu Deinem Blog gekommen, um so erfreuter war ich dann als ich von den Schlesischen Weißwürsten gelesen habe. Meine Oma kam aus Schlesien und mein Uropa war Fleischer dort. Natürlich waren Opas Weißwürste immer die Besten. Man hört nicht besonders oft von den Schlesischen Weißwürsten, so dass ich schon zu Zweifeln anfing, ob es wohl nur eine Legende sei.
Bei uns gab es sie, statt mit Rosinensoße, mit gebrochenem Brot und Sauerkraut sowie zerlassener Butter darüber gegeben. Heute versuche ich eher Fleisch zu vermeiden, doch es gibt Ausnahmen und die schlesische Weißwurst gehört dazu.
Danke für Deinen inspirierenden Blog.
Viele Grüße
Oli
Das Zusammensein mit der Familie ist immer das schönste an Weihnachten.
Ich wünsche dir schöne Feiertage
Ulrike
Bei uns gibt es Fondue, ein Essen, das einige Zeit in Anspruch nimmt und wir als Familie die gemeinsame Zeit am Tisch genießen. Spätestens ab diesem Moment kehrt Ruhe und Besinnlichkeit bei uns ein.
Fröhliche Weihnachten wünscht
Sabine
und Pflaumenklöße,
Meine Mutter war eine großartige Köchin! Und der Pfefferkuchen von ihr! Hach, ich komme ins Schwärmen!
Beste Grüße
Ulrike
Hallo Ulrike,
Ich habe als Kind auch die gute schlesische Küche geniessen dürfen,
da gab es Streuselkuchen mit Mohn oder Apfel,
natürlich auch „Monkliesl“ (= Mohnklöße) und Pfefferkuchen.
Lang ist es her…
Viele liebe Grüße! Ecki
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Hört sich gut an!
Heiligabend bin ich mittlerweile immer bei der Bahnhofsmission. Da gibt es Würstchen mit Kartoffelsalat bis zum Abwinken für alle. Aber dies Jahr überlege ich für einen der Feiertage die schlesischen Weißwürste zu machen…
Obwohl meine Vorfahren väterlicherseits aus Schlesien stammen, habe ich von dieser Rosinensoße, und auch von schlesischen Weißwürsten noch nie etwas gehört/gelesen…
Bei uns gibt es am Heilig Abend traditionell Forelle Blau. Und am 1. Weihnachtsfeiertag werde ich meine Mutter zum Essen ausführen. 😉