Die beste Zeit für eine Reise nach China

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Die beste Zeit für eine Reise ist neben dem Herbst der Frühling!

“Wann ist die beste Reisezeit für China?”

Diese Frage lässt sich so einfach und pauschal gar nicht beantworten. Schnell und spontan reicht manchen die Antwort: “Frühling, also von Mitte März bis Anfang Juni, und Herbst, September, Oktober bis Mitte November!” Ja, das kann man grundsätzlich so sagen. In diesen Zeiten wird es nicht so heiß, es regnet wenig und die Luft ist frisch und mild.

Meistens, nicht überall. Nicht nur, dass man auch für China heute keine verbindliche Wetterauskunft mehr geben kann, sondern für ein so riesiges Land ist es einfach gar nicht möglich.

China ist von Norden nach Süden rund 4.500 Kilometer breit. Da kann man sich vorstellen, dass es sehr unterschiedliche Klimazonen gibt: Vom arktisch-sibirischen Klima bis zu den subtropischen Gebieten an den Grenzen zu Vietnam und Myanmar.

Frühling im Somemrpalast in Peking

Der Frühling in Nord-China

Im hohen Norden, zum Beispiel in Harbin, herrscht im März noch eiskaltes Wetter. Minus 10° C sind keine Seltenheit. Hinzu kommt ein scharfer Wind und eine große Trockenheit. Hier sind die Monate April, Mai, Juni die besten Reisemonate im Frühjahr. Vor allem, wenn im Juni auch noch ein wenig Feuchtigkeit ins Spiel kommt, ist das Klima recht angenehm.

Der Frühling in West-China

In der Provinz Xinjiang im Westen wird es erst ab April mild und angenehm. Dabei ist Xinjiang ein sehr vielfältiges Land. Urumqi ist aufgrund seiner Höhenlage im März/April noch recht kalt. Turfan ist ab März ganz angenehm in seinen Temperaturen.

Doch im Juni wird es dann schon sehr heißt mit Temperaturen über 30°C. Für eine Reise entlang der Seidenstraße empfehle ich die Zeit von Mitte April bis Mitte Juni.

Am Rande des Pamirgebirges, Xinjiang, im Mai

Der Frühling in Tibet

Tibet dagegen liegt relativ weit südlich. Dadurch ist das Klima auch im Winter gut erträglich. Optimal erscheinen mir die Monate ab Ende März bis in den Juni.

Frühling in Peking

Ein besonderes Erlebnis ist der Frühling in Peking und Xi’an. Da der Winter kalt und trocken ist, wirkt bis Anfang März die Landschaft gelb und wüstenartig. Es fällt wenig Niederschlag und selbst immergrüne Pflanzen und Bäume sind spätestens Ende Februar mit einer dicken Staubschicht überzogen.

Wenn sich dann die ersten Blüten zeigen, so ist das eine Freude! An den Straßen blühen japanische Kirschbäume und Mandelbäume. Wie kleine Feuerwerke sehen die Bäume aus! Später dann blühen die Magnolien im Sommerpalast und die Päonien in Luoyang. In fast jeder Stadt in Zentralchina gibt es ein eigenes Blütenfest. Das sollte man sich nach Möglichkeit nicht entgehen lassen!

Päonien in Luoyang

Frühling in Südchina

In Südchina wird es ab März wieder knackig warm. Guilins Klimatabelle zeigt dann schon Temperaturen zwischen 25° und 30°C an. Doch stopp! Einwand! Der Frühling ist für Guilin und Südchina nicht unbedingt die beste Reisezeit. Denn dann regnet es, manchmal ganz gewaltig. Je heißer es wird zum Sommer hin, desto feuchter und schwüler ist die Luft. Wann also sollte man nach Guilin reisen? Da empfehle ich den Herbst.

Kunming, die Stadt des Frühlings

Kunming, die Hauptstadt der Provinz Yunann, wird gerne die Stadt des ewigen Frühlings genannt. Das fast ganzjährige milde Klima kommt durch die ideale Lage auf dem fast 2.000 m hohen Ost-Yunnan-Plateau. 

Fazit:
Von März bis Anfang Juni ist eine der besten Reisezeiten für die meisten Orte in China.

Dieser Artikel erschien zuerst auf blog.feelchina.de .Er wurde von mir unter dem Pseudonym Marthe geschrieben.

Ulrike
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