Das Feuerlöschboot Repsold war ein bedeutendes Einsatzschiff der Hamburger Feuerwehr, Es ist eng mit der Tradition der Brandbekämpfung im Hafen der Stadt verbunden. Benannt wurde es nach Johann Georg Repsold, der nicht nur als Instrumentenbauer und Astronom bekannt war, sondern auch als engagiertes Mitglied der Hamburger Feuerwehr, bei deren Einsatz er 1830 ums Leben kam. Die Namensgebung erinnert somit bewusst an die Verbindung von technischem Fortschritt und Feuerwehrwesen in Hamburg.

Das ehemalige Löschboot der Hamburger Feuerwehr wurde 1941 auf der Schiffswerft August Pahl, Bau.-Nr. 234, auf Hamburg-Finkenwerder gebaut. Es wurde 1945 Britische Kriegsbeute und im Nov. 1948 gab es die Rückführung an die Hamburger Feuerwehr.
Das Feuerlöschboot gehörte über Jahrzehnte zu den wichtigsten Spezialfahrzeugen für die Brandbekämpfung auf der Elbe und im Hamburger Hafen. Ausgestattet mit leistungsstarken Pumpen konnte die Repsold große Mengen Wasser fördern und gezielt bei Schiffsbränden, Industrieunfällen oder Bränden in Hafenanlagen einsetzen. Durch ihre technische Ausstattung war sie in der Lage, auch schwer zugängliche Einsatzorte vom Wasser aus zu erreichen. Sie war so eine entscheidende Ergänzung zu landgestützten Löschkräften zu bilden.
Im Laufe ihrer Dienstzeit wurde die Repsold mehrfach modernisiert, um den steigenden Anforderungen im Brandschutz gerecht zu werden. Sie war über viele Jahre hinweg ein zentraler Bestandteil des Sicherheitskonzepts der Hansestadt und wurde bei zahlreichen Einsätzen im Hafenbereich eingesetzt. Erst im 21. Jahrhundert wurde sie schließlich durch modernere Feuerlöschboote ersetzt, die über noch leistungsfähigere Technik verfügen.

Die Geschichte des Feuerlöschbootes Repsold steht exemplarisch für die Entwicklung der maritimen Gefahrenabwehr in Hamburg und zeigt, wie technische Innovationen die Arbeit der Feuerwehr nachhaltig verändert haben. Informationen hierzu finden sich unter anderem bei der Hamburger Feuerwehr sowie in Veröffentlichungen des Internationales Maritimes Museum Hamburg.
Wer war die Familie Repsold?
Die Familie Repsold war eine bedeutende Hamburger Dynastie von Instrumentenbauern und Astronomen. Sie leistete insbesondere im 18. und 19. Jahrhundert einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der wissenschaftlichen Astronomie.. Ihr Name ist eng mit der Herstellung hochpräziser Messinstrumente verbunden, die in Observatorien in ganz Europa verwendet wurden. Begründer dieser Tradition war Johann Georg Repsold (1770–1830), der ursprünglich als Feuerwehrmann in Hamburg tätig war, sich jedoch intensiv mit Astronomie und Feinmechanik beschäftigte. Aus eigenem Interesse begann er mit dem Bau astronomischer Geräte. Er gründete schließlich eine Werkstatt, die eng mit der Hamburger Sternwarte zusammenarbeitete. Sein Leben endete tragisch, als er 1830 bei einem Feuerwehreinsatz ums Leben kam.
Nach seinem Tod führten seine Söhne das Werk fort und bauten den Ruf der Familie weiter aus. Besonders hervorzuheben sind Adolf Repsold (1806–1871) und Georg Repsold (1804–1885). Adolf Repsold entwickelte die Werkstatt zu einem international anerkannten Unternehmen für Präzisionsinstrumente weiter, während Georg Repsold zusätzlich wissenschaftlich an der Hamburger Sternwarte tätig war und zur Verbesserung astronomischer Messmethoden beitrug. Die Firma A. & G. Repsold spezialisierte sich auf Geräte wie Meridiankreise und Theodolite, die für die exakte Bestimmung von Sternpositionen unerlässlich waren und damit eine zentrale Rolle in der damaligen Astronomie spielten.

Die Arbeiten der Repsold-Familie fallen in eine Phase, in der sich die Astronomie zunehmend professionalisierte und stark Innovationen profitierte. Ihre Instrumente ermöglichten genauere Beobachtungen und trugen somit wesentlich zum Fortschritt der Himmelskunde bei. Informationen über die Familie und ihre Leistungen finden sich unter anderem in der Deutsche Biographie, in der Encyclopaedia Britannica sowie in Publikationen der Hamburger Sternwarte.
Ausflüge und Feiern auf der Repsold
Das Schiff wird für Fahrten im Hafen, auf der Ober- und Unterelbe genutzt. Aber auch jährliche Fahrten auf dem Elbe-Lübeck-Kanal und dem Nord-Ostsee-Kanal werden unternommen, die Ziele sind u. a. Kopenhagen, die „Dänische Südsee“, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald und Hiddensee.
Verein/Betreiber/in: Eignergemeinschaft „Freunde der Repsold“ Henning Hammond-Norden
Kontakt: Henning Hammond-Norden – 040/ 553 40 81
Website: https://www.repsold.net/index.html
Technische Daten
Feuerlöschboot Repsold
Erbaut: 1941 Hamburg Finkenwerder, Schiffswerft August Pahl.
Abmessungen: 19 m Länge, 4,10 m Breite, 1,30 m Tiefgang
Maschinenleistung: Daimler-Benz, 6 Zylinder – 240 PS
Traditionsschiffhafen im Sandtorkai
Der Traditionsschiffhafen im Sandtorhafen liegt im Herzen der HafenCity in Hamburg und ist ein bedeutender Ort maritimer Geschichte. Direkt zwischen modernen Gebäuden und historischen Speicherhäusern gelegen, bietet er einen eindrucksvollen Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Im Hafenbecken sind zahlreiche liebevoll restaurierte historische Schiffe festgemacht, darunter Segelschiffe, Dampfer und alte Arbeitsboote, die einen Einblick in die Entwicklung der Schifffahrt geben. Besucher können entlang der Kaianlagen spazieren, die Schiffe aus nächster Nähe betrachten und bei Veranstaltungen oder Open-Ship-Tagen sogar an Bord gehen.

Besonders in unmittelbarer Nähe zur Elbphilharmonie ist der Traditionsschiffhafen ein beliebtes Ziel für Touristen und Einheimische gleichermaßen und trägt wesentlich zum maritimen Flair der Stadt bei.
Links
- New Silk Road Rallye 2026 Hamburg – Shanghai
- Landungsbrücken Hamburg
- We are sailing
- Seidenstraße, Geschichte und Geschichten
Zuletzt aktualisiert vor 1 Tag ago
- Plastik auf Reisen und ein Blick auf China - 17. Mai 2026
- Spurensuche: Hecker und Heikel – Wenn Namen Geschichten tragen - 13. Mai 2026
- Die Ming-Gräber: Wo Chinas Kaiser für die Ewigkeit ruhen - 10. Mai 2026

