LieblingsChinesisch: Begrüßung Hi!

Begrüßung Hi! auf Chinesisch: Für die chinesische Sprache ist es nicht ganz einfach, Fremdwörter aufzunehmen oder fremdsprachige Ausdrücke mit einem Schriftzeichen umzusetzen. Doch manchmal kann es auch ganz einfach sein:

Zum Beispiel die Begrüßung, die man auf der ganzen Welt kennt: Hi! Die ist im modernen China durchaus gebräuchlich. Ein umgangssprachliches Wort. Wie will man das mit einem Schriftzeichen auf Chinesisch ausdrücken? Ganz einfach! Schließlich gibt es ja chinesische Wörter, die sich ganz ähnlich anhören.

Dann nimmt man ein solches Wort und setzt das Mund-Radikal dazu. (Kurze Erklärung: Chinesische Schriftzeichen bestehen überwiegend aus einem Radikal, dem Element, das die ungefähre Bedeutung signalisiert, und einem Zeichen, das für die Aussprache steht) Schon ist die Begrüßung auf Chinesisch fertig!

Begrüßung: Mund und Hai = Hi!

Das Mund-Radikal wird gerne für alles, was mit dem Mund gemacht wird, eingesetzt: sprechen, essen, singen usw.

Hi! auf Chinesisch
Auf Chinesisch hat man viele Möglichkeiten, zur Begrüßung Hi! zu sagen.

Weitere Begrüßungen

你好 Nǐhǎo = Du gut? Guten Tag!

早安  zǎoān = Morgen + Frieden Guten Morgen!

Am Telefon:

喂 wéi Hallo!

Das Radikal Kou

Kou bedeutet auf Chinesisch auch „Eingang“. Das findet man an U-Bahn-Stationen und anderen Gebäuden. Dabei wird es meistens noch ergänzt:

入口 rukou (beide Silben bedeuten „Eingang“. Die Nutzung zweier ähnlicher Wörter für einen Sinn wird in China immer beliebter. Mit „zweisilbigen Wörtern“ wird mehr Eindeutigkeit erreicht. Doch dazu mal in einem weiteren Artikel)

出口 chūkǒu = Ausgang

Warum man in China nicht „Tschüss“ sagen sollte

Die Ähnlichkeit der verschiedenen Laute führt auch zu einigen Missverständnissen, wenn Chinesen fremde Sprachen hören. So mögen sie eigentlich gar nicht, wenn man ihnen beim Abschied “Tschüss!” zuruft. Denn unser »Tschüss« klingt fast genauso wie das chinesische »去死« (qù sǐ). Und das bedeutet so etwas wie »Fahr zur Hölle!« (wörtlich: »Geh sterben!«). Je länger sie in Norddeutschland wohnen, desto mehr gewöhnen sie sich daran und merken den doppelten Sinn meistens gar nicht mehr.

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11 Kommentare

  • bambooblog

    🙂

  • Ja, dank der anderen Kana-Schriften. Zum Teil werden Kanji damit ergänzt, was bei Neusprachlern für Verwirrung sorgt 😉

  • bambooblog

    Zu Japanisch kann ich nicht viel sagen. Aber ich glaube fast, dass es im Japanischen einfacher ist, fremde Worte in japanische Schrift umzusetzen.
    Danke für Deinen Kommentar! 🙂

  • Das „V“ mit den Fingern, wird auch in Japan gemacht. Japaner bedienen sich auch gern fremder Worte, die sie dann auf lustigste Weise aussprechen und in die Sprache übernehmen. Aber ich glaube Mandarin und ich werden nie Freundinnen. Und irgendwie schreiben die Chinesen auch so komisch. Wir haben das natürlich sofort erkannt und auf einfachste Weise ver(schlimm)bessert. Ist klar, ne? 😉

  • bambooblog

    Na klar! 🙂

  • Und außerdem sieht ein Bild in Pose viel interessanten aus, als stünde einer statisch vor einem Monument. 🙂

  • bambooblog

    Danke für deinen lieben Kommentar!

  • Ich finde das ja immer wieder super interessant!

  • bambooblog

    Danke für den Lacher am Morgen!
    Die meisten Chinesen (vor allem Chinesinnen) machen sich keine Gedanken zu dem Zeichen. Sie finden es einfach süß, niedlich. Das bestätigte mir eben auch eine chinesische Kollegin. Dabei meinte sie, dass mit dem Zeichen „Yeah!“ gezeigt wird, ein Zeichen der Lebensfreude und die zum V ausgestreckten Figer für das Y stehen.

  • In der Residenz sieht man sehr oft, wie sich Chinesen/innen in genau dieser Pose, das Victory-Zeichen machend, fotografieren lassen. Eine Kollegin regte sich neulich darüber auf, und präsentierte mir eine Art Verschwörungstheorie: Das sei das geheime Zeichen dafür, dass China daran ginge, sich quasi die ganze Welt untertan zu machen. 😉

Ich freue mich auf Deinen Kommentar!