Der Edle Achtfache Pfad – 3. Vertiefung

Zuletzt aktualisiert vor 2 Monaten

„Es ist der edle achtfache Pfad, nämlich rechte Ansicht, rechtes Denken, rechtes Reden, rechtes Handeln, rechtes Leben, rechtes Streben, rechte Wachsamkeit und rechte Sammlung. Das heißt der zur Aufhebung des Leidens führende Weg. Das, ihr Mönche, sind die vier edlen Wahrheiten.“

Der 3. Teil befasst mit der Vertiefung, also wie bleibe ich dran, wie kann ich den achtfachen Pfad zur Vollendung bringen.

Vertiefung

Rechtes Streben

Rechtes Streben oder rechte Einstellung bezeichnet den Willen, Affekte wie Begierde, Hass, Zorn, Ablehnung usw. bei Wahrnehmungen und inneren Widerständen zu kontrollieren und zu zügeln. Wie beim „rechten Denken“ geht es hier um das Prüfen der Gedanken und das Austauschen unheilsamer Gedanken durch heilsame Gedanken: „… wenn böse, unwürdige Erwägungen aufsteigen, Bilder der Gier, des Hasses und der Verblendung, aus dieser Vorstellung eine andere gewinnen, ein würdiges Bild …“, schreibt Wikipedia.

Was bedeutet das? Zur Gewissheit des rechten Denken kommt jetzt die Vertiefung, das Umsetzen diesen rechten Denkens. Es nutzt einem ja nichts, nur zu denken, dass ein bestimmtes Verhalten richtig ist, man muss sich auch entsprechend verhalten.

Das ist schwerer als gedacht! Wie schnell erwische ich mich bei einer kleinen Lüge, bei einem neidischen oder hassvollen Gedanken! Darum will ich das ändern.

Rechte Wachsamkeit

Und das gelingt mir am besten, wenn ich jedesmal, wenn ich mich dabei erwische, etwas Unrechtes zu tun oder zu denken, es auch bemerke, es achtsam feststelle und dann entsprechend ändere.

Immer und immer wieder heißt es nun, achtsam zu sein, sich neu fokussieren. Es ist nicht schlimm, wenn man abgelenkt wird und unkonzentriert ist, Hauptsache, man kehrt immer wieder zur Konzentration auf den rechten Weg zurück.

Rechte Sammlung (rechtes sich Versenken)

Damit wären wir bei der Meditation. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zu meditieren.

Als beliebteste sei hier die Achtsamkeitsmeditation oder Vipassana-Meditation genannt. Dabei ist sie ideal, sich zu versenken und sich auf den Atem – und nichts anderes zu konzentrieren. Dadurch ist sie nicht nur im Buddhismus beliebt.

Vipassana ist eine der ältesten Meditationsformen Indiens und bedeutet, die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind. Sie wurde in Indien vor über 2500 Jahren als ein Heilmittel für universelles Leiden und damit als eine Kunst des Lebens gelehrt.

Vipassana ist ein Weg der Selbstveränderung durch Selbstbeobachtung. Der Fokus liegt auf der tiefen Wechselbeziehung zwischen Körper und Geist, die durch eine geschulte, auf die körperlichen Empfindungen gerichtete Achtsamkeit auf direktem Wege erfahren werden kann. Diese Empfindungen bestimmen das Leben des Körpers und beeinflussen so im ständigen Wechselspiel die Konditionierung des Geistes. Die auf eigene Beobachtung gründende, selbsterforschende Reise zu dem gemeinsamen Ursprung von Geist und Körper löst die geistigen Unreinheiten auf und führt zu einem ausgeglichenen Geist voller Liebe und Mitgefühl.

Die Naturgesetze, die unser Denken, unsere Gefühle, unsere Urteile und Empfindungen steuern, werden eindeutig erkennbar. Durch direkte Erfahrung wird verständlich, wie man Fortschritte oder Rückschritte macht, wie man Leiden schafft oder sich vom Leiden befreit. Gesteigerte Achtsamkeit, das Erkennen von Illusionen, Selbstkontrolle und Frieden werden zu Kennzeichen des eigenen Lebens.

www.dharma.org

Eine andere Methode, die ich noch empfehle und die zur Vertiefung beiträgt, ist die Metta-Meditation. Dabei handelt es sich um eine Methode, lieben Güte gegenüber jedem zu entwickeln.

Probiert es aus!

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