Die Herbertstraße: Ich war im Puff!

Die berühmt berüchtigte Herbertstraße in Hamburgs Kiez ist für den Hamburg-Touristen in der Regel nicht zugänglich. Auch die meisten Hamburger haben noch nie hinter die massiven Absperrungen geguckt. Ich hatte zweimal die Gelegenheit!

Die Herbertstraße 1975

Ein Nachmittag im Sommer 1975: Ich studierte Klassische Archäologie in Kiel und war der Einladung eines Bekannten gefolgt, ihn in Hamburg zu besuchen. Als Seemann zeigte er mir die Hafenstadt aus seiner ganz persönlichen Sicht: Kurze Besichtigung des Schleppers, auf dem er arbeitete, Spaziergang über die Reeperbahn.

Eingang zur Herbertstraße

Eingang zur Herbertstraße 2020

Schließlich standen wir vor der Herbertstraße. Mein Herz schlug heftig. So ein geheimnisvoller Ort voller lustvoller Angebote, die mir völlig fremd waren. “Na, traust Du Dich?” Mein Begleiter grinste mich an. Ohje! Was hatte ich, das Mädchen aus “gutem Haus”, weltunerfahren wie ich damals war, hier zu suchen?

Doch meine Neugier siegte. Fest untergehakt von meinem kräftig gebauten Seemann betrat ich die Herbertstraße. “Ich pass auf Dich auf!” raunte er mir zu, als die ersten Pfiffe und Schimpfwörter der Huren aus den Fenstern tönten. Damals war die Straße noch nicht direkt für Besucherinnen verboten. Aber es wurde Frauen davon abgeraten, hier durch zu gehen.

Ich wagte es kaum, auf die Fenster zu schauen, wo die Prostituierten saßen und sich anboten. Freier zogen von einer zur anderen und verhandelten. Auch sie waren nicht begeistert, mich zu sehen.

Ehrlich? Ich war froh, als ich die kurze Straße verließ. Doch schon an der nächsten Ecke packte mich das Entsetzen. Eine Bekannte, eine ehemalige Kollegin von meinem Ferienjob auf der Fähre nach Schweden, stand im sehr kurzen Rock dort und wartete offensichtlich auf Freier. Was war geschehen? Wollte ich das wirklich wissen? Schnell ergriff ich die Flucht.

DavidwacheSeitdem war ich nicht mehr in der Herbertstraße. Seit 2004 lebe ich in Hamburg. Natürlich zeige ich meinen Besuchern gerne auch die Reeperbahn. Die berühmte Davidwache links liegen lassend gehe ich dann die Davidstraße hinauf zum Copperhouse, einem sehr guten chinesischen Restaurant, und weiter zu den Landungsbrücken.

Der eiserne Eingang zur Herbertstraße liegt auf der rechten Seite der Davidstraße, noch bevor man das Copperhaus erreicht. Mehr als ein kurzer Blick mit einem wohligen Schauer ist für weibliche Touristen nicht drin. “Nur Männer ab 18!” . Juristisch ist die Herbertstraße allerdings ein öffentlicher Weg und darf de jure von allen betreten werden.

Geschichte der Herbertstraße
Die Herbertstraße (bis 1922 Heinrichstraße) ist eine Straße in Hamburg, die seit Beginn der Bebauung im 19. Jahrhundert zur Prostitution genutzt wird.

Zur Zeit des Nationalsozialismus herrschte ein Verbot von Striptease und Prostitution. Da jedoch ein solches Verbot des rundum die Reeperbahn typischen Gewerbes nicht konsequent durchgesetzt werden konnte, wurden diese Tätigkeiten nur in einer Gasse geduldet – in der Herbertstraße.

Damit niemand im Vorbeigehen sehen konnte, was eigentlich nicht sein durfte, ließ die Gauleitung 1933 Sichtblenden an beiden Enden der Straße errichten. Ob es heute noch die gleichen sind, weiß ich nicht. Aber immer noch versperren massive Wände die Sicht und machen dadurch das Geschehen in der Herbertstraße umso geheimnisvoller.

Tag der offenen Tür 2020

16.07.2020 Morgens früh. Der erste Kaffee ist gekocht. Ich checke noch schlaftrunken meine Emails. Im Hintergrund läuft Radio NDR 90,3. Dann triggert etwas mein Gehör: Eine Stimme verkündet, dass heute Tag der Offenen Tür in der Herbertstraße ist. Sofort bin ich hellwach! Herbertstraße? Tatsächlich! Auch Frauen sind heute als Besucher willkommen!

Die Fenster

Die Fenster sind verwaist

Wann geht es los? Och, erst ab 10:00 Uhr, jetzt ist es gerade 8:00 Uhr. Da muss ich mich noch ein wenig gedulden. Obwohl ich eigentlich am liebsten sofort los möchte, wird es dann doch 11:00 Uhr, bis ich aufbreche. Ich werde mir diese sensationelle einmalige Gelegenheit nicht entgehen lassen!

Erster Eindruck

Was hatte ich erwartet? Jedenfalls nicht die gähnende Leere der Straße. Die Bordelle sind seit Monaten wegen Corona geschlossen. Trotzdem hatte ich mehr Neugierige erwartet am Tag der offenen Tür.

Langsam schlendere ich von Haus zu Haus, von Bordell zu Bordell. Überall hängen handgeschriebene Plakate, die nicht nur auf die Probleme der Prostituierten aufmerksam machen. Die mit Handtüchern belegten Sessel wirken wie Stühle beim Zahnarzt, wenig einladend.

Ein ausgeklügeltes Hygienekonzept

Die Bordelle in Hamburg sind seit Anfang der Corona-Lockdowns geschlossen. Während mittlerweile Friseure und sogar Massage-Salons wieder öffnen dürfen, bleiben die Prostituierten von diesen Lockerungen ausgeschlossen.

Das verstehe ich nicht! Wenn andere Dienstleistungen, die einen nahen Körperkontakt erfordern wie Massagen, wieder erlaubt sind, warum nicht auch Sexdienstleistungen?

Die Prostituierten in Hamburg haben ein ausgeklügeltes Hygiene-Konzept entwickelt und den Behörden vorgelegt, um eine baldige Wiedereröffnung zu erreichen.

Das Hygienekonzept der Herbertstraße
Folgende Regeln sollen u.a. bei einem Bordellbesuch in Zeiten von Corona vor Ansteckung schützen:

Mund-Nasenschutz wird von Kunden und den Damen jederzeit getragen. Sogar beim Verkehr!

Abstand ist außer beim eigentlichen Akt einzuhalten.

Kondome sind schon lange selbstverständlich.

Gründliches Waschen von Händen und Geschlechtsteilen vorher und nachher ist Pflicht.

Masken beim Verkehr?

Bei mir kommen Fragen auf. MNS-Maske beim Verkehr? Wie sieht das aus? Wirkt das nicht abtörnend?Prostituierte in der Herbertstraße

Eine Prostituierte, die sich für Fotos und Fragen zur Verfügung stellt, trägt eine schöne goldene Maske, die das ganze Gesicht verdeckt. “Wäre das nicht beim Kundenkontakt schöner als so eine medizinische Maske?” “Ne, die geht gar nicht! Länger als ein paar Minuten sind damit nicht drin!”, antwortet sie und lüpft die Maske, um tief Luft zu holen. Dann legt sie sie für ein paar Minuten ab. Es gibt auch so genügend Abstand und die Plexiglasscheibe. Sie trage diese Maske nur für die Fotos, weil sie nicht möchte, dass sie anhand ihrer – übrigens wunderschönen – Augen erkannt wird.

Besondere sexuelle Wünsche

Gäste mit besonderen Wünschen müssen sich wohl noch gedulden, bis wieder “alles” möglich ist. Die freundliche Wirtschafterin, die den Journalisten Rede und Antwort steht, wörtlich: „Alles, was Austausch von Körperflüssigkeiten ist – Besamung, Körperbesamung, An-Pipi, An-Pupu, Anspucken, Küssen – geht nicht.“

Abstand??

Natürlich kann man beim Geschlechtsverkehr nicht den gewünschten Abstand einhalten. Da muss dann eben besonders auf die persönliche Hygiene geachtet werden. Es gibt auch die Möglichkeit zu duschen. Übrigens bekommen die Gäste beim Betreten des Bordells eine neue Maske verpasst.

Um den nötigen Abstand zwischen den Anbieterinnen zu gewährleisten, sind die dadurch überzähligen mittleren Sessel mit einer Sexpuppe besetzt. Zwischen den Stühlen befinden sich zum weiteren Schutz Plexiglas-Scheiben.

Registrieren per QR-Code

Was für Restaurants und andere Lokale gilt, soll auch beim Besuch in einem Bordell gelten: Die Registrierung der Gäste.

Auf dem Nachttisch

Man beachte den QR-Code in der Ecke rechts unten!

Ein offenen rumliegender Zettel, in den sich jeder mit Namen und Adresse einträgt, kommt hier aus offensichtlichen Gründen nicht infrage. Stattdessen hat man sich ein ganz besonderes Konzept ausgedacht. Mittels eines QR-Codes, den der Kunde scanned, werden die Daten erfasst und an eine zentrale Stelle geleitet. Das erfolgt ganz anonym. Erst das Gesundheitsamt kann im Ernstfall auf die Daten zurückgreifen.

Meine Eindrücke 

Gleich beim Betreten der Herbertstraße fiel mir auf, dass außer einigen mit Mikrophon und Kamera bewaffneten Journalisten kaum jemand zu sehen war.

Es scheint, dass dieser Tag der offenen Tür ein sehr spontaner Einfall war. Deshalb gab es kein ersichtliches Konzept. Für Fragen standen nur eine Hauswirtschafterin und eine Prostituierte zur Verfügung. Diese waren fast ausschließlich mit den Journalisten beschäftigt. Erst später wurde noch eine Hauswirtschafterin herbeigerufen.

Am Eingang zur Herbertstraße wies kein Schild auf diesen besonderen Tag hin. Ein neugierig auf das Tor schauendes Touristenpaar klärte ich auf. “Auch Frauen?” kam wieder die erstaunte Frage. “Ja, heute auch Frauen!”

Die Plakate mit Sprüchen, die auf die Probleme der Prostituierten aufmerksam machen sollten, waren unschön über die Fenster geklebt. Manche hatten sich gelöst und flatterten im leichten Wind. Für einen Moment fragte ich mich, wo denn die rollenden Kugelbüsche bleiben, die durch jede verlassene Stadt im Western-Movie rollen.Journalist

Das einzige Bordell, das für Besichtigungen vorgesehen war, war lange von einem Fernsehteam belegt. Ich musste fast 2 Stunden, geplagt von heftigen Rückenschmerzen, warten, bis es mir mit drängenden Worten gelang, hineinzukommen.

Es gab keine Sitzgelegenheiten. Ich verbrachte einige Zeit damit, auf einer kalten Fensterbank mehr schlecht als recht zu sitzen.

Eine Prostituierte aus der Herbertstraße sagt:
„Unser Job ist unsere Berufung, wir machen das freiwillig. Es macht uns Spaß und ich will nicht gezwungen werden, etwas anderes machen zu müssen!“ Quelle Mopo

Langweile kam nicht auf! Fasziniert lauschte ich den Erklärungen der Hauswirtschafterin, die Fragen von Journalisten beantwortete. Das Fernsehteam ließ dann eine Drohne durch die leere Straße fliegen. Da musste ich für einen Moment meinen Platz verlassen.

Ein Geldautomat

Ein Geldautomat darf nicht fehlen!

Ich war im Puff!

Endlich war ich am Ziel! Ich durfte nach ein paar schlechtgelaunten Worten von mir endlich einen Blick in die Zimmer werfen! Ich entschuldige mich dafür! Aber das lange Warten und meine Rückenschmerzen hatten sich sehr negativ auf meine Stimmung ausgewirkt.

Schon beim Eintreten fielen mir die zahlreichen Hygienemaßnahmen auf. Eine Handwaschstation, Desinfektionsmittel, schriftliche Hinweise…Überall.

Dann ging es eine dunkle, steile Treppe hinauf. “Altbau!” murmelte der junge Mann, der mich rein gelassen hatte, entschuldigend. “Ich gehe hinter Ihnen und fang Sie auf, wenn Sie fallen!” Kurz war ich versucht, das mal auszuprobieren!

Oben angekommen, war ich ein wenig enttäuscht. Aber was hatte ich erwartet?! Die Zimmer waren klein und funktionell eingerichtet. Bett, Nachttisch, Waschbecken.Zimmer im Bordell

Übrigens wird nach jedem Besuch natürlich die Wäsche gewechselt, nicht nur zu Corona-Zeiten. Es wird alles gründlich sauber gemacht und desinfiziert. Außerdem wird gelüftet, mindestens eine halbe Stunde.

Fazit

Es war ein spannender, aber auch sehr anstrengender Besuch in einer mir völlig fremden Welt. Ich hätte mir gewünscht, dass dieser Tag der offenen Tür besser organisiert worden wäre. Anscheinend hatte man kaum mit Besuch gerechnet.

Besser wäre es vielleicht gewesen, wenn man einen Tag oder ein zweites Bordell speziell für Journalisten eingerichtet hätte. So wäre der einzige Puff nicht durch diese für den neugierigen Besucher stundenlang blockiert gewesen. Auch mehr Werbung, ein Hinweis am Eingang hätten geholfen.Ausblick auf die Herbertstraße

Mir ist bewusst geworden: Mehr Aufklärung über die schwierige Lage der Prostituierten ist dringend nötig! Sie gehen einer vollkommen legalen Arbeit nach. Sie zahlen Steuern. Trotzdem sind sie benachteiligt. Wenn sie nicht arbeiten dürfen, gehen ihnen erhebliche Einnahmen verloren. Manche stehen am Abgrund ihrer Existenz, manche driften vielleicht ins illegale ab, einfach, weil sie leben wollen!

Auch wenn immer wieder Menschen auf Prostituierte mit Arroganz schauen, auch wenn es sicherlich viele Schattenseiten gibt, so sollte man jedem Menschen, jedem! auch der Prostituierten, mit Respekt begegnen. Die Würde des Menschen ist unantastbar!

Übrigens: Heute gibt es in Hamburg, verteilt auf das gesamte Stadtgebiet, rund 90 Bordelle und 250 Modellwohnungen mit schätzungsweise 2.500 Prostituierten. Dazu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Prostituierten.

Man konnte mir leider keine Auskünfte darüber geben, ob es in Hamburg auch ein Bordell gibt, in dem Männer ihre Dienste Frauen bieten. Gibt es offensichtlich nicht.

Offiziell sind die Bordelle noch bis Ende August geschlossen. Vielleicht wirken sich die Proteste dahingehend aus, dass es früher möglich ist, die Damen zu besuchen.

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Ulrike
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13 Kommentare

  • Puh, ich muss ehrlich sagen, dass ich da einen etwas anderen Blick auf Prostitution habe. Mit dem Thema beschäftige ich mich intensiv seit 15 Jahren, habe alles gelesen, was ich finden konnte und alle Dokus geschaut. Seitdem Prostitution in Deutschland legal ist sind wir Sextourismusland Nr 1. Und, ca 95 Prozent in dem Gewerbe machen den Job eben nicht freiwillig, werden aus Osteuropa verschleppt, kriegen den Pass abgenommen, werden vergewaltigt und geschlagen bis sie gefügig sind. Sie dürfen gar nicht sagen, dass sie die Arbeit nicht freiwillig machen, denn dann droht ihnen der Tot. Ich bin für das nordische Modell aus Schweden. Strafe, niemals für die Frauen, aber für die Freier, die Frauen kaufen.

    • Danke für Deinen Kommentar! Ich kann nicht beurteilen, was wahr oder falsch ist. Ich habe nur geschildert, was ich gesehen und erlebt habe. Ich finde es grundsätzlich richtig, dass Prostitution bei uns legal ist. Als Besucherinnen waren auch zwei Frauen von Sperrgebiet Hamburg da. Dadurch wurde ich auf diese Beratungsstelle für Prostituierte aufmerksam. Ich finde sehr wichtig, was sie sagten: “für das Ausüben von Prostitution muss sich niemand schämen.” Ich habe mir vorgenommen, mit jemandem von dort zu sprechen und das Interview noch dranzuhängen. Damit kommt eine kompetente Stimme zu Wort.

  • Ein sehr spannender Bericht! Ich bin auch immer hin und her gerissen, was die Prostitution angeht. Ich denke auch, wenn der Beruf mehr Akzeptanz fände, dass es dann insgesamt weniger Illegale Prostitution gäbe. Weil Frauen sich dann Hilfe holen könnten, ohne Angst vor einem Stigma zu haben. Wie auch immer, dieser kurze Einblick in die Herbertstraße war sehr interessant!

  • Kasia

    Wobei ich diese Idee sehr fortschrittlich fände! Ich meine, warum nicht, in einem richtigen Ambiente würde das sicherlich Anklang finden 🙂

    Lg Kasia

  • Liebe Ulrike!
    Das sind interessante Einblicke die du uns gewährst! Vor dem Eingang habe ich auch schon das eine oder andere Mal gestanden, wenn ich mit Besuchern über die Reeperbahn geschlendert bin. Wollte ich da rein? Ich glaube nicht.
    Du schreibst sehr wertefrei in diesem Artikel, das finde ich sehr gut!
    Frauen, die männliche Dienste in Anspruch nehmen möchten, findet man gern auf einigen karibischen Inseln oder auch in einigen asiatischen Gegenden, aber ich denke,dass auch in Hamburg Gelegenheit ist…
    Viele Grüße
    Gabriela

    • Danke, liebe Gabriela! Sicherlich gibt es auch in Hamburg Möglichkeiten für Frauen sich mit netten Jungs zu amüsieren. Man denke nur an die Callboys! Aber von richtigen Bordellen, die für die Wünsche der Frauen da sind, habe ich noch nichts gehört!
      LG
      Ulrike

  • stefantaege

    Ich fand es hochinteressant da ich Herbertstraße und wie auch bei uns in Mannheim die Luisenstraße nur von außen kenne.

  • Liebe Ulrike,

    vielen Dank für diesen sehr interessanten Blick in eine Straße, die uns sonst ja nun mal vorenthalten ist. Besonders gut gefällt mir die Darstellung deines persönlichen Empfindens während des Besuchs.

    Tja, ob das Hygienekonzept so wirklich funktioniert, ist die Frage. Aber gerade jetzt, wo die Maßnahmen immer weiter gelockert werden, in Biergärten und Kneipen auch nicht mehr so genau hingeschaut wird und sich Personengruppen mit bis zu 20 Leuten treffen dürfen, ist der Protest des Gewerbes verständlich. Denn mit wievielen Leuten wir im Privatbereich “verkehren” wird ja auch nicht kontrolliert. Und der Bordellbetrieb mit Hygienekonzept ist sicher dem illegalen Straßenbetrieb vorzuziehen. Leider fehlt dem Gewerbe eben momentan die Lobby – da wäre ein besser organisierter Tag der offenen Tür sicher sinnvoll gewesen!

    Liebe Grüße,
    Nadine

  • Kasia

    Liebe Ulrike,

    na ja, es ist wohl so, dass kaum eine Frau solche “Männerdienste von der Straße” in Anspruch nehmen würde, lach…

    Ein interessanter Einblick, bei meiner letzten Reeperbahn-Besichtigung (vor Corona…) gab es nur den kurzen Blick auf die massiven Schranken, und die männlichen Kollegen durften einmal hindurch spazieren…

    Das mit dem Hygiene-Konzept der Betreiber ist schön und gut, nur kann ich mir nicht vorstellen, dass das auch tatsächlich so umgesetzt werden kann. Zum Beispiel der Abstand, der Mundschutz und die immerwährende Reinigung vorher und nachher… die Frage ist, ob das auch so überprüft werden kann? Ich meine… wer steht denn daneben und schaut sich an, ob der “Vorgang” korrekt umgesetzt wird? Und welcher Kunde möchte sich per QR-Code registrieren lassen, sei es anonym. Ich halte die Umsetzung für schwierig.

    Ich tue mir auch schwer, an die Freiwilligkeit dieser Arbeit zu glauben, aber gut, da stecke ich nicht drin.

    Weiß man etwas darüber, ob noch weitere “Tage der offenen Tür” geplant sind?

    Liebe Grüße
    Kasia

    • Liebe Kasia, danke für Deinen ausführlichen Kommentar!
      Ähnliche Bedenken habe ich auch. Ob weitere Tage der offenen Tür geplant sind, weiß ich nicht. Ich denke, sobald der Betrieb wieder läuft, wird es dafür kaum Zeit und Platz geben.
      Beste Grüße
      Ulrike

Ich freue mich über Deinen Kommentar!