Tiere, Vögel, Pflanzen auf dem Reiseblog – Warum???

Warum schreibe ich über die Tiere und Pflanzen? Gehört das auf einen Reiseblog? Ich denke schon. Diese kleinen Beobachtungen runden das Reiseerlebnis ab.

Wie alles anfing

Schon früh habe ich mich für alles, was mir am Wegesrand begegnete, interessiert. Dabei hatte ich einen sehr guten Lehrer: meinen Vater. Er erklärte und suchte manchmal in einem Lexikon nach. Ja, damals gab es noch kein Google.

Feuersalamander

So habe ich meinen ersten Feuersalamander gesehen. Pilze sammeln gehörte beim Spazierengehen im Wald genauso dazu wie Beeren pflücken. Nicht dass wir Kinder immer sehr begeistert mitgingen. Doch eigentlich haben wir es geliebt.

Es war nur logisch, dass ich als erste „hier“ rief, als ein Lehrer zu einer frühmorgendlichen Vogelbeobachtungtour einlud. Morgens um 4:30 Uhr trafen wir uns an einem milden Frühlingstag beim nahegelegenen Schlosspark. Der Park war voller Vogelstimmen, herrlich! Besonders klasse war, dass jemand dabei war, der uns alles erklärte.

Ich interessierte mich einfach für alles. Wie Wolken entstanden, ob es Pilze im afrikanischen Dschungel gab (ich erinnere mich noch genau, wie ich meine Lehrerin mit der Frage in Verlegenheit brachte) oder wer die Wikinger waren.

Auch schrieb ich schon sehr früh ein Reisetagebuch, sozusagen einen analogen Reiseblog. Die „kleinen Begegnungen“ spielten eine Rolle darin.

Wie ging es weiter in der internetlosen Zeit?

Auch nach meiner Schulzeit und dem Studium reiste ich und schrieb. Immer noch kein Reiseblog. Aber ich schreibe ja nicht nur über die „kleinen Momente“ für den Reiseblog. Doch die kleinen Momente spielen eine große Rolle und nehmen mehr oder weniger Platz in meinen Reisetagebüchern ein. Wie oft blieb ich ein wenig hinter meinen Begleitern zurück, weil ich schon wieder bei einem Schmetterling oder einer hübschen Blume eine Weile schauen musste.

Da war z.B. der grandiose Moment bei der Kilikischen Pforte (Türkei), als ich einen riesigen Schwarm Störche beobachtete. Vor der magischen Kulisse steiler Felsen segelten die großen Vögel im Aufwind und kreisten. Was für ein Anblick!

Störche

Immer wollte ich wenigstens die Grundlagen für das, was ich sah oder hörte, wissen. Warum gab es z.B. ausgerechnet hier an der Kylikischen Pforte soviele Störche? Was bewegte sie, trug sie? Dazu musste ich ein wenigstens ein bisschen Wissen über Thermik und Aufwinde haben. „Kornfelder oder Felsen werden von der Sonne schneller aufgewärmt als dunkle Wälder oder Seen. Es entsteht eine warme Luftblase, die anfangs am Boden haftet, bis sie sich an einer Stelle vom Boden löst und nach oben steigt.“ Planet Wissen

Tja, ein bisschen Physik: In der Schule hatte ich meine einzige 5 in Physik. Magnetismus, Elektrizität, Schwerkraft lagen mir als tote Materie in der Schule nicht. Ein schlechter Lehrer konnte mir mein „wissen wollen“ aber nicht austreiben. Lernte ich eben von meinem Vater, dem Ingenieur, und schlug im Lexikon nach.

Mexiko – Yucatan: Was für ein Land!

Mexico war ein Traum, was Tiere und exotische Planzen betraf! Was waren das für sonore Schreie, die durch den Urwald klangen? Was für Vögel versammelten sich wie unsere Krähen abends auf dem Baum am Fluss und machen einen solchen Lärm?

Doch nicht nur Brüllaffen, Tucane oder Leguane erregten meine Aufmerksamkeit. Da war der Moment, wo ich die Blattschneiderameisen in Chichen Itza entdeckte. Die spektakulären Ruinen waren vergessen, als ich mich auf einem Stein niederließ und fasziniert die Ameisen beobachtete. Sie liefen auf einem nur für sie sichtbaren Weg mit ihrer grünen Fracht. Jede Ameise trug ein Blattstückchen, das viel größer als sie war. Andächtig bewunderte ich sie. Ein Mexikaner, der mich sah, näherte sich neugierig: Was betrachtet die Ausländerin da? Überrascht lachte er, als er sah, was ich da so betrachtete, und gab mir ein anerkennendes Thumbs Up.

Chichen Itza Tiere im Reiseblog
Blattschneiderameisen in Chichen Itza

Oder der Moment, als ich in der Ruinenstadt Coba gewahr wurde, dass die aufgeregt auf dem Boden herumhüpfenden Vögel ein Heer von Ameisen verfolgten, die in einem riesigen Schwarm einen Wanderweg überquerten. Kleine Spinnen sprangen vor ihnen davon und wurden zu einem beliebten Snack für die Vögel. Ich konnte mich erst von dem aufregenden Anblick losreißen, als der aus vielen Tausenden Ameisen bestehende Zug vorbei war.

Es gab noch viel mehr zu bestaunen und entdecken: Planzen mit Blättern, die größer waren als ich, tiefe Wasserpools, die Cenotes, die Geheimnisse bargen, und natürlich die vielen alten Ruinen der Mayas mit großartigen Gebäuden.

Da musste ich mich der Geschichte Mexikos befassen, die faszinierend, grausam und vielfältig ist.

China und seine Tiere und Pflanzen

China ist nicht für seine Vielfalt an Tieren bekannt. Der Reisende fühlen sich von den Pälästen und anderen prunkvollen Überresten der Kaiserzeit angezogen. Dann gibt es noch die vielen Geschichten über verschiedene Ausrottungsaktionen während der Mao-Ärea, z.B. die Spatzen in den 1950ern. Auch sind die Chinesen nicht für ihre Tierliebe bekannt.

So erwartet der Reisende bei einer gewöhnlichen Rundreise keine wilden Tiere zu sehen. Und ist dann erstaunt über die Vielfalt der Begegnungen mit Tieren sogar in den Städten.

Über die Reiher mitten in der Millionenstadt Chengdu habe ich schon geschrieben oder auch über die Blauelstern in den Parks. Meistens sind mir aber die vielen schönen Schmetterlinge aufgefallen. So hatte ich immer wieder Gelegenheit, den bunten leichten Wesen hinterherzuträumen.

Schmetterling Tiere im Reiseblog

Auch seltene Vogelbeobachtungen waren möglich, wie der Goldfasan, den ich in Chengdu sah. Oder den Kuckucksruf bei den östlichen Qing-Gräbern, dem ich andächtig eine ganze Weile lauschte.

Je weiter man aus den Städten herausgeht, desto mehr Tiere bekommt der aufmerksame Beobachter zu sehen. Hättet Ihr gedacht, dass es wilde Erdbeeren in China gibt? Ich habe sie bei tibetischen Nomaden gesehen.

Spannend ist auch zu lesen, dass viele wunderschöne Pflanzen in unseren Gärten ursprünglich aus Asien und China stammen. Z.B. die Hortensie.

Fazit: Tiere im Reiseblog

Nun könnte ich noch stundenlang weiterschreiben über meine Begegnungen mit großen und kleinen Tieren. Aber das habe ich schon getan. Meine Beschreibungen über Pflanzen und Tiere im Reiseblog sind dadurch entstanden, dass ich mich (und damit auch Euch) über diese informieren will. Ich weiß, dass ich keine wissenschaftlichen Berichte schreibe. Es sind meistens nur informative Geschichten mit Dingen, die mir aufgefallen sind und die ich bemerkenswert finde.

Haltet die Augen offen und Ihr werdet in den kleine Dingen die Faszination der Welt entdecken und schützen!

Links zu faszinierenden Begegnungen

Der Salamander und die Störche sind Fotos von Pixabay

Ulrike
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